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04.08.2010 - Abschied von der Kuh (Ruppiner Anzeiger)

Zum Verstecken im Schrank sind sie fast zu schade, die modern aufgemachten Produkte unter der neuen Ökomarke "Die Kuhhorster". Ab sofort werden diese professionell über Terra Naturkost vertrieben und sind in Ökoläden in Brandenburg und Berlin erhältlich.

Auf den ersten Blick erinnern die Verpackungen von mehr als zwei Dutzend Produkten des Ökohofes an die Färbung einer schwarzbunten Kuh oder an modernes Geschenkpapier. Bei genauerem Hinsehen werden aber etliche kleine Bilder im Kartoffelstempel-Druck deutlich. "Das sind alles Motive vom Bauernhof. Sie sollen zeigen, wie vielschichtig und vielfältig unsere Produktpalette ist", sagt Stephanie Blume über die Bildchen von Salatköpfen, Schweinen, Hühnern, Kühen & Co. Bisher sei der Ökohof von vielen Kunden überwiegend als Hersteller von Milchprodukten wahrgenommen worden. "Wir können aber viel mehr", unterstreicht Blume.

Neben Quark und Süßspeisen schickt der Hof jetzt in neuer Aufmachung schließlich auch seine Dinkelnudeln in verschiedenen Farben sowie Salami ins Rennen. Dass der Ökohof nun eine eigene Marke herausbringt, kommt nicht von ungefähr. Als Dr. Jens Bäumer im März 2009 neuer Geschäftsführer der Mosaik-Werkstätten für Behinderte gGmbH - zu der auch der Ökohof in Kuhhorst und die Mosaik-Services Integrationsgesellschaft mbH gehören - wurde, kam laut Blume der Wunsch auf, dass die Kuhhorst-Marke einmal grundlegend überdacht wird. Etliche Ideen wurden gesammelt und eine Agentur hinzugezogen, die das "Auftreten" der Produkte überarbeiten sollte.

Herausgekommen ist dabei die auffällige Verpackung als so genannter Key Visual - ein Design, dass den Wiedererkennungswert erhöht. Und im Unterschied zu den Vorgängermodellen kommen einige Produktverpackungen jetzt teilweise mit weniger Material aus und sind daher ökologischer, so Blume. Und auch kleinere Verpackungseinheiten soll es geben. Einziger Unterschied bei den verschiedenen Produkten sind die farblich abgesetzten Etiketten. So hat der Feuerquark beispielsweise einen roten Kreis, der Kräuterquark hingegen einen grünen.

Diese Etiketten, die in Kuhhorst zum großen Teil per Hand auf die Waren geklebt werden, orientieren sich wiederum am neuen Logo - ein Kreis mit einem Kartoffeldruck-K in der Mitte. "Das heißt aber auch, dass wir Abschied von unserer Kuh nehmen müssen", sagt Blume und setzt nach, dass das nicht bei allen auf Gegenliebe gestoßen ist. Schließlich war die Kuh über Jahre das Logo für den Hof und ebenfalls auf vielen Produkten oder den Autos zu sehen. "Hiermit beginnt jetzt etwas Neues", sagt sie. Weiterhin setzt der Demonstrationsbetrieb für ökologischen Landbau künftig auf eine professionellere Vermarktung.

Terra Naturkost wird "Die Kuhhorster" ab sofort in seine Bestellliste aufnehmen und an verschiedenen Biofrischemärkte, die Bio Company und viele weitere Naturfachgeschäfte liefern. "Das ist ökologischer und ein riesengroßer Vorteil, denn wir müssen nicht mehr selber fahren, denn Terra hat bereits ein professionelles Tourennetz, von dem wir profitieren können", so Blume. Und wer von den Wiederverkäufern noch nichts vom dem Hof im Luch gehört hat, bekommt auch noch ein Starterpaket für die Markteinführung - Poster, Luftballons, Postkarten, Anstecker, Regalstopper und natürlich schick verpackt: "Die Kuhorster".