Auf einer Pressekonferenz in Schwerin haben heute Vertreter der Kampagne "Meine Landwirtschaft" eine Reform für eine umweltfreundlichere Verteilung der Agrarsubventionen in Europa gefordert. Im Vorfeld des Besuches des EU-Agrarkommissars Dacia Ciolos am 6. April in Mecklenburg-Vorpommern forderten heute die Vertreter von Umwelt-, Bauern- und Entwicklungsverbänden eine grundsätzliche Ökologisierung der Landwirtschaft.
Felix Prinz zu Löwenstein (Vorstandsmitglied des Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft - BÖLW) verurteilte auf der Pressekonferenz die bisher "blinden Flächenzahlungen" der EU. Die Agrarsubventionen würden nicht ausreichend Betriebe mit zahlreichen Arbeitskräften und wirklichen Umweltleistungen unterstützen, wie zum Beispiel den ökologischen Landbau. Es gehe jetzt bei der für 2013 anstehenden Reform darum, die Subventionen aus öffentlichen Geldern nicht mehr pauschal je Hektar, sondern "gezielt an Leistungen der Landwirtschaft für öffentliche Güter zu koppeln", so Prinz zu Löwenstein. Aus diesem Grund unterstützten die Vertreter der Kampagne "Meine Landwirtschaft" grundsätzlich den Reformwillen von EU-Agrarkommissar Ciolos. Er plane beispielsweise eine Kappungsgrenze für Großbetriebe bei Agrarsubventionen.


