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10.06.2010 - Auszeichnung: Leckeres aus dem Kreidebecher (Märkische Allgemeine)

Mit Milch aus Dreibrück wird der Lobetaler Biojoghurt hergestellt, der jetzt prämiert wurde.

Bioprodukte sind für viele Menschen nicht mehr wegzudenken. Seit Januar ist Brandenburg um einen Biojoghurt reicher. Und wo "Lobetaler Bio" draufsteht, ist jede Menge Dreibrück drin. Der wichtigste Bestandteil des Joghurts, die Milch, kommt nämlich aus einem kleinen Stall in Ostprignitz-Ruppin.

In Dreibrück leben 82 Menschen mit geistiger Behinderung in der Filiale der Hoffnungstaler Anstalten, mehr als 40 von ihnen sind in den Werkstätten und in der Bio-Landwirtschaft beschäftigt. Sie betreuen unter anderem 146 Kühe. Aus deren Milch wird rund 40 Kilometer nördlich von Berlin in Biesenthal (Barnim) seit Januar 2010 Biojoghurt hergestellt. Vier Betriebe liefern ihre Milch an die Molkerei der Hoffnungstaler Anstalten. Allein aus Dreibrück stammt die Hälfte der verarbeiteten Milch.

Vor einem Jahr wurden die Hoffnungstaler Anstalten als Mitglied beim Bio-Anbauverband "Naturland" aufgenommen. Ende April ist der Joghurt von der International Dairy Foundation, einer internationalen Molkerei-Stiftung, ausgezeichnet worden. Dabei wurde nicht nur der Inhalt des Bechers prämiert, sondern auch der Becher selbst.

Der Becher, der aus einer Kreide-Kunststoff-Mischung hergestellt wird, erhielt einen Preis in der Kategorie "Beste Verpackungsinnovation" und den zweiten Platz in der Kategorie "Nachhaltigkeit". Grund dafür ist die Zusammensetzung des Materials, zu dessen Herstellung 60 Prozent weniger Rohöl und deutlich weniger Energie benötigt werden als bisher.