Zur heutigen Abschlusskundgebung der Bauernsternfahrt vor dem Kanzleramt erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:
Es ist gut, dass sich Bäuerinnen und Bauern aus allen Winkeln der Republik mit ihren Traktoren nach Berlin aufmachen, damit sich nicht nur beim Thema Energie sondern auch in der Agrarpolitik etwas ändert. Wir unterstützen die Landwirte in ihrem Protest gegen die schwarz-gelbe Bundesregierung, die trotz Lebensmittelkrisen und weltweiten Hungersnöten weiterhin auf Agrarindustrie und Export setzt.
Ein solcher Kurs hat seine Akzeptanz in der Bevölkerung verloren, weil er erkennbar dem Gemeinwohl schadet. Dieser Kurs setzt bäuerliche Betriebe unter starken Existenzdruck. Er schadet Klima und Umwelt. Er bedeutet millionenfaches Leid für Tiere in Agrarfabriken, die schon heute ganze Landschaften verschandeln. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Proteste aus der Bevölkerung nicht länger zu ignorieren und ihre Agrarpolitik grundsätzlich zu überdenken.
Gelegenheit dazu bietet die anstehende Reform der EU-Agrarpolitik. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Reformvorschläge von EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos zu unterstützen, der Direktzahlungen künftig an ökologische und soziale Leistungen koppeln möchte.


