Der Bauernbund Brandenburg begrüßt die vom Parteitag der Brandenburger Grünen heute verabschiedete Münchehofer Erklärung zur Landwirtschaftspolitik.
"Mit den Grünen hat sich nach der CDU nun bereits die zweite Partei im Land eindeutig zu einer bäuerlichen Landwirtschaft bekannt, das ist ein positives Signal", sagte Bauernbund-Vizepräsident Bringfried Wolter am Rande der Veranstaltung, auf der er als Redner auftrat.
Im Programm heißt es, die Grünen wollen "die bäuerlichen Familienbetriebe unterstützen, welche sorgsam mit ihren Böden umgehen, ihre Tiere artgerecht halten, wertvolle Arbeitsplätze bieten und Gewinne vor Ort reinvestieren". Bei der Vergabe der EU-Agrarsubventionen und der Privatisierung der BVVG-Flächen sollen deshalb künftig betriebliche Obergrenzen eingezogen werden. "Die Grünen stellen sich damit hinter eine langjährige Forderung des Bauernbundes", freut sich Wolter.
Auch mit weiteren Punkten der Münchehofer Erklärung stimmt der Bauernbund überein. Mehr ökologischer Landbau sei eine realistische Perspektive, wenn es gelinge, die Nachfrage nach Bioprodukten zu steigern, erklärte Wolter, der selbst einen konventionellen Ackerbaubetrieb in Willmersdorf (Barnim) bewirtschaftet. Statt "kleinkarierter Umweltauflagen für Landwirte" wünsche
er sich von der Grünen "kompromisslose Härte im Kampf gegen Risikotechnologien wie Gentechnik und CCS, dann kommen wir zusammen."
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