Online Einkaufsführer Newsletter Veranstaltungskalender


Detailansicht
06.01.2011 - Bei Eiern auf die Herkunft achten (Märkische Allgemeine)

Cornelia Behm aus Kleinmachnow ist agrarpolitische Sprecherin der Grünen. Mit ihr sprach Henry Lohmar.

MAZ: Sind unsere Kontrollsysteme ausreichend?

Cornelia Behm: Nein. In der Futtermittelproduktion muss bei Risikoprodukten wie Fetten und Ölen stärker auf Schadstoffe kontrolliert werden.

Wer ist da gefragt?


Behm: Vor allem die Länder müssen jetzt handeln. Der Bund steht allerdings auch in der Verantwortung – er muss für einheitliche Standards sorgen.

Regelmäßige Kontrollen könnten für Futtermittelhersteller teuer werden.


Behm: Ein Dioxin-Test kostet etwa 500 Euro. Größere Futtermühlen können das gut verschmerzen. Für kleinere Mühlen könnte man ein Zertifizierungssystem einführen. Diese Betriebe würden dann in Abständen kontrolliert, so dass man auch relativ sicher sein kann.

Wie soll man sich als Käufer verhalten?


Behm: Man sollte bei Eiern auf die Herkunft achten. Auf der sicheren Seite ist man bei Bioprodukten.

Da hat es aber auch schon Dioxin-Fälle gegeben.


Behm: Ich empfehle ja auch nicht die EU-Bio-Produkte, sondern Produkte aus regionalen Anbauverbänden. Die verwenden zum großen Teil Futter aus den eigenen Betrieben.