Die Unterschiede zwischen konventioneller Landwirtschaft und biologischem Anbau haben im Mittelpunkt gestanden, als sich Naturschützer im Weißstorchzentrum trafen. Zu Gast war mit Heiner Lütke Schwienhorst ein erfahrener Biobauer.
Der Ogrosener Landwirt war bereits im April zu Gast einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft (AG) Orts- und Flurbegrünung des Nabu-Regionalverbandes Calau. Damals konnte er jedoch aus Zeitgründen nicht alle Fragen aus dem Publikum beantworten.
Das sollte diesmal anders werden. "Der konsequente Verzicht auf jegliche Pestizide, auf synthetische Stickstoffe und Giftstoffe", antwortete Heiner Lütke Schwienhorst auf die Frage, wo die Unterschiede zwischen konventioneller und Bio-Landwirtschaft liegen. Unbedenkliche Präparate, die der Qualitätssteigerung dienen und der gegebenenfalls erforderliche Einsatz von Kalk zur PH-Wert- Korrektur des Bodens seien jedoch legitim.
Der Ogrosener erklärte, dass die Nachfrage an Bio-Produkten ungebrochen ist und der Markt noch lange nicht gesättigt sei. Hans-Joachim Emmrich hob in einer PowerPoint-Präsentation die Bedeutung ökologischer Landwirtschaft hervor. "Es ist besser, sein Geld in den Kauf von Bio-Produkten zu investieren, als später in Behandlungskosten zu stecken. Oder Apotheken zu tragen", empfahl der Buchwäldchener in der Runde.
Das Jahresprogramm 2011 der AG stand unter dem Motto: "Erkenntnisse des ökologischen Landbaus als künftige Richtlinie für Maßnahmen der Orts- und Flurbegrünung." Erlebbar wurden die Zusammenhänge ausgewogener Landwirtschaft zum Schutz der Flora, Fauna, Umwelt und Gesundheit bei mehreren Terminen. So wurde dem Reptener Öko-Landwirt Manfred Glöss über die Schulter geschaut, der Kräutergarten in Burg besucht sowie Exkursionen in das NSG "Tannenbusch und Teichlandschaft Groß Mehßow" und in den vielseitigen Wald von Manfred Hnida (Groß Beuchow) durchgeführt.
Entgegen ihrer Ankündigung, im kommenden Jahr etwas kürzer treten zu wollen, haben die Mitglieder der AG Orts- und Flurbegrünung bereits erste Pläne für 2012 geschmiedet. So wird Dr. Hubert Illig vom Naturpark Niederlausitzer Landrücken zu einem Fachvortrag erwartet und eine Exkursion zum Bio-Gemüsebaubetrieb nach Sellendorf im Landkreis Dahme-Spreewald vorbereitet.
Bereits im Programm festgeschrieben ist für den Monat Mai das Thema "Entwicklung der Stadtbegrünung Vetschau - aktueller Stand, geplante Maßnahmen, Errungenschaften und Probleme.


