Nach einer dreijährigen Vorbereitungs- und Verhandlungsphase ist es einem Zusammenschluss von zwölf ökologisch wirtschaftenden Betrieben im UNESCO Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin gelungen, ein einzigartiges Projekt zu realisieren.
Ein von privaten Anlegern mit Kapital ausgestatteter und von der GLS-Bank initiierter Fonds hat 2.550 ha ehemals volkseigene Flächen von der bundeseigenen Bodenverwertungs- und Verwaltungsgesellschaft BVVG erworben. Dieser "Bio-Bodenfonds Schorfheide" verpachtet das Land mit der Maßgabe einer mindestens 18-jährigen ökologischen Weiterbewirtschaftung an die bisherigen Nutzer.
Das Projekt versteht sich als Alternative zu den derzeitigen spekulativen Investments bundesweit agierender Agrarunternehmen und Kapitalinvestoren. Mit Hilfe des Bio-Bodenfonds können sich die Betriebe auch vor dem Hintergrund gestiegener Bodenpreise und der aktuellen Privatisierungspolitik des Bundes für die ehemals volkseigenen Flächen weiter entwickeln.
Dank der Unterstützung durch zahlreicher Akteure des Bundes, des Landes, der BVVG und der GLS-Bank konnte der räumliche Zusammenhang und somit der Fortbestand des größten ökologischen Ackerbaugebietes in Europa in der Größe von etwa 12.000 ha gesichert werden. Bemerkenswert und von modellhaftem Charakter ist zudem, dass für die langfristige Sicherung der Agrobiodiversität und anderer naturschutzfachlicher Ziele keine öffentlichen Mittel benötigt, sondern ausschließlich Gelder von Privatanlegern verwendet wurden.


