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15.01.2018 - Bio in der Metropolregion: Fakten, Trends und Rahmenbedingungen (FÖL)

Auch in 2017 zeigt die Umsatzkurve der Berlin-Brandenburger Bio-Branche nach oben. Nach Erhebungen der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) liegt der Gesamtumsatz des regionalen Naturkostfachhandels (inklusive Direktvermarkter, handwerklich arbeitende Betriebe und Lieferdienste) mittlerweile bei annähernd 500 Millionen Euro. Das bedeutet ein Wachstum von ca. 6 Prozent.

Wachstumsmotor: Bio-Supermärkte
Wachstumstreiber im regionalen Fachhandel sind nach wie vor die Bio-Supermärkte. Von 108 stieg deren Anzahl auf aktuell 118, ein Anstieg um über 9 %. Marktführer in der Region bleibt die Bio Company (48 Filialen), gefolgt von denn’s Biomarkt (36), Alnatura (18) sowie der LPG (8 Filialen). Und es geht weiter: Nach Informationen der FÖL werden in 2018 erneut ca. 10 Bio-Supermärkte eröffnen.
 
Der Sprung aus der Nische geht mit dynamischen Entwicklungen, teilweise auch strukturellen Veränderungen einher: So verzeichnete der Fachhandel in den ersten beiden Quartalen erstmals Rückgänge, die in der Schlusshälfte des Jahres wieder mehr als ausgeglichen werden konnten. Parallel baut der gesamte konventionelle Lebensmitteleinzelhandel sein Bio-Sortiment aus, besonders intensiv ist dies bei den Vollsortimentern wie Edeka und Rewe zu beobachten.

In diesem Zusammenhang hat Rewe angekündigt, das bio-spezifische Temma-Konzept aufzugeben: Bis Jahresende sollen bundesweit sieben von derzeit noch neun Temma-Filialen geschlossen werden, stattdessen will man das Bio-Angebot in den angestammten Rewe-Supermärkten deutlich ausbauen.

Berlin: Bewegung im Bereich der öffentlichen Versorgung
Dynamisch entwickelt sich auch die Außer-Haus-Verpflegung. Als Motor agiert hier insbesondere die Berliner Schulverpflegung. Diese Entwicklung wird anhalten und basiert auf verschiedenen Ursachen:

  • Neue Vergaberunde Schulverpflegung
    In der Folge der Berliner Festlegung, die Schulverpflegung nach dem 01.02.2014 nicht mehr nach dem Preis, sondern nach Qualitätskriterien zu vergeben, liegt der Bio-Anteil (hier: geldwerter Wareneinsatz) in der Versorgung der Berliner Grundschüler schon bei 40 %. Dieser Anteil ist mit der aktuell abgeschlossenen Vergaberunde in 2017 nochmals substanziell gestiegen. Aktuelle Zahlen liegen allerdings noch nicht vor.
  • Festlegungen im Berliner Koalitionsvertrag
    "Die Koalition wird den Anteil an Bio-Essen in Kindertagesstätten, Schulen, Kantinen, Mensen und beim Catering in öffentlichen Einrichtungen bis 2021 deutlich erhöhen. Nach dem Vorbild Kopenhagens wird in einem Modellprojekt mit Großküchen und Caterern gezeigt, wie der Anteil an Bio-Produkten, saisonalen und Frischzutaten durch Weiterbildung und Beratung weitgehend kostenneutral erhöht und wie Lebensmittelverschwendung und -verluste vermindert werden können. Um Wahlfreiheit zu gewährleisten sollen in Kantinen vegane, vegetarische und fleischhaltige Mahlzeiten angeboten werden." (www.berlin.de/rbmskzl/regierender-buergermeister/senat/koalitionsvereinbarung/, S. 157

Um dieses politische Ziel umzusetzen, arbeitet die Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung (SenJustVA) daran, die Ausschreibungsbedingungen in der öffentlichen Vergabe zugunsten von mehr Bio und Regionalität zu konkretisieren. Zusätzlich engagiert sich die SenJustVA an der Übertragung des sehr erfolgreichen Kopenhagener Beratungsmodells des "House of Food" nach Berlin.

Die wichtigste Grundstrategie des House of Food lautet: Beratung, Beratung und Beratung. Im Mittelpunkt steht hierbei nicht der (einfache) Austausch einzelner Komponenten, sondern eine grundlegende Umstellung der Küchen. In der Folge steigt damit nicht nur der Bio-Anteil, sondern auch der Frischeanteil, es fördert die Gesundheit, und es sinken die Abfälle. Vor allem: Neben einer deutlichen Steigerung der Zufriedenheit bei allen Beteiligten schaffen die Kopenhagener Gemeinschaftsküchen eine derartige Umstellung kostenneutral. Für einen solchen Strategieschwenk sind im Doppelhaushalt 2018/2019 insgesamt 800.000 Euro eingestellt.

Nachfrage nach Bio-Fleisch wächst dynamisch
Die breite öffentliche Diskussion ums Tierwohl macht sich auch bei der Bio-Branche bemerkbar. Bei der Biomanufaktur Havelland, größtem regionalen Erzeuger von Bio-Wurst- und Fleischwaren, erhöhte sich der Umsatz erneut von 8,7 Millionen Euro auf 10,2 Millionen Euro – eine zweistellige Steigerung in Höhe von 17 %. Havelländer Bio-Apfelschwein, Uckermärker Rind und Co. stammen von fünf landwirtschaftlichen Betrieben aus dem Umland.

Tierische Veredlung: Brandenburg hat Nachholbedarf und Perspektive
Brandenburg ist im Bio-Bereich ein ausgeprägtes Rinderland. Ausgewiesene Marktpotenziale bestehen auf dem regionalen wie bundesdeutschen Markt jedoch bei folgenden Produktgruppen:

  • Geflügelfleisch (v.a. Hähnchen und Pute)
  • Schweinefleisch
  • Eier (v.a. aus mobilen Stallsystemen)

Die Landesregierung, aber auch die Branche müssen jetzt verstärkt der Frage nachzugehen, was geschehen muss, damit sich mehr Landwirte in diesen Bereichen engagieren.

Positive Flächenentwicklung
Die Flächenentwicklung in Brandenburg ist aktuell positiv. Der Trend zur Umstellung verstärkt sich, das Tempo des letzten Jahres wird beibehalten. Lag das Flächenwachstum in 2015 noch bei 0,87 %, betrug es in 2016 7,26 %. Die Öko-Anbauverbände in der Region wurden in 2017 mit Anfragen interessierter Betriebe förmlich bombardiert.

Mit einer Zeitverzögerung von 1-2 Jahren machen sich drei wesentliche Faktoren bemerkbar:

  • Ökonomische Schwierigkeiten und Unsicherheit im konventionellen Markt (Stichwort Milchkrise)
  • Im Gegensatz hierzu: Sehr stabile Marktsituation auf dem Bio-Markt
  •  Erhöhung der Ökoprämie auf 210 Euro / Hektar

Perspektivisch kann der Bio-Markt problemlos weitere Umstellungsbetriebe aufnehmen, weil der wachsende deutsche Markt immer energischer nach deutscher Ware sucht. Ein gutes Beispiel für die Aufnahmefähigkeit ist auch der Milchpreis: In 2015/2016 gab es, ausgelöst durch die Milchpreiskrise, eine unerwartet große Umstellungswelle, die meisten Umstellungsbetriebe (über 80 %) haben mittlerweile die Umstellungsphase abgeschlossen und liefern nunmehr ihre Milch in Bio-Qualität. Trotz der spürbaren Erhöhung des Bio-Milchaufkommens nahm der Markt die Menge auf und blieb stabil – zur Verwunderung aller Experten.

Fazit: Da das Bio-Wachstum in den letzten Jahren vom Markt getrieben war, hinkt die Produktionsseite aktuell immer noch chronisch hinterher. Hinzu kommt, dass Umstellungsprozesse erst dann richtig in Gang kommen, wenn der Markt bereits nach mehr Ware ruft. Dann dauert es aber wieder zwei Jahre, bis das Angebot nachzieht. Solange das Marktwachstum nicht abbricht, sind Umsteller also immer auf der richtigen Seite.

Endlich: Beratungsförderung ante portas!
Endlich: Seit November 2017 arbeitet das Brandenburger Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft (MLUL) an der Ausarbeitung einer GAK-kofinanzierten Beratungsrichtlinie, die ab Mitte 2018 Gültigkeit erlangen könnte.

Vorausgegangen waren die Erkenntnis und der Konsens auf einem Beratertag am 1.11.2017, dass die öffentliche Hand die Landwirtschaft bei der Bewältigung der sogenannten neuen Herausforderungen (Klima, Ressourcenschutz, Biodiversität etc.) oder auch im Bereich der sozioökonomischen Beratung (Bewältigung von Havarien wie Dürre, Überschwemmung oder Tierseuchen, Hilfestellung bei akuten Liquiditätsproblemen, Hofübergabe, Krankheit, Todesfälle oder Marktverwerfungen) nicht allein lassen kann. Denn: Seit Ende der letzten Beratungsförderung im Jahre 2002 hat der freie Markt bewiesen, dass er diese Bereiche nicht abdecken kann, weil sie sich betriebswirtschaftlich schlichtweg nicht darstellen lassen.

Nach Jahren gebetsmühlenhafter Beteuerung und Wiederholung, dass gerade der sehr junge und innovative Ökolandbau-Sektor auf eine beratende Hilfestellung angewiesen ist, scheint das MLUL diesen Gedanken jetzt endlich aufzugreifen. Für die Brandenburger Bio-Branche wäre dies ein Meilenstein.

Auswertung des Tierschutzplans: Erfolgreicher Prozess
Der Prozess des wesentlich in 2017 ausgearbeiteten Tierschutzplanes Brandenburg, Bestandteil der Einigung zum Volksbegehren gegen Massentierhaltung, war ein großer Etappenerfolg für das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg und stellt die Weichen für eine andere Tierhaltung in Brandenburg.

Vor allem aber steht er für einen Paradigmenwechsel: Praktiker von beiden Seiten saßen während der Ausarbeitung erstmals an einem Tisch und waren sich einig, dass die Tierhaltung vor großen Herausforderungen steht und dass es kurz- und langfristig angelegte Verbesserungen geben muss. Jenseits aller Detailkritik sind sich Vertreter des Aktionsbündnisses, des Berufsstandes, der Verwaltung wie der Politik einig, dass der mühsam begonnene Dialog unbedingt fortgesetzt werden müsse.

Das Ergebnis der bis zu sieben Treffen pro Arbeitsgruppe in den Sektionen Schwein, Rinder, Pferd, Legehennen, Mastgeflügel, Pute sowie Antibiotika / Umweltauswirkungen ist ein Empfehlungsdokument, das im Detail 131 konkrete Vorschläge für eine Verbesserung des Tierwohls enthält.

Es liegt nun an der Politik, also am Landtag wie dem MLUL, die getroffenen Empfehlungen als Handlungsauftrag zu begreifen und den nötigen Umbauprozess verbindlich zu gestalten sowie die nötigen Finanzmittel bereitzustellen. Die Endfassung des Tierschutzplans, dem MLUL am 15. Dezember 2017 vorgelegt, versteht sich als Grundlage für die weitere Behandlung innerhalb der betroffenen Ministerien als auch für die Diskussion und Beschlussfassung im Landtag.

Neben allerlei Detail-Vorschlägen wird sich die Umsetzung des Tierschutzplanes v.a. an folgenden entscheiden:

  • Finanzierung eines Netzes an Demonstrationsbetrieben zur Erprobung und Kommunikation von Tierwohlmaßnahmen
  • Einrichtung eines Tiergesundheitsdienstes für alle Tierarten
  • Honorierung von besonders artgerechten Haltungsformen über die 2. Säule (Bsp. Weideprämie oder Ringelschwanzprämie)

EIP-Zuschlag für die FÖL: "Regionales Bio-Gemüse aus Brandenburg"
Im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaften "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit (EIP-AGRI)" erhielt die FÖL den Zuschlag für das Projekt "Regionales Bio-Gemüse aus Brandenburg". Das Projekt läuft fünf Jahre vom 01. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2022.

Projekthintergrund: In der Hauptstadtregion fragt nicht nur der Handel regionales Bio-Gemüse nach, auch Restaurants und Gemeinschaftsverpflegung setzen verstärkt auf Bio-Lebensmittel aus der Region.

Konkreter Aufhänger ist der 40%ige Bio-Wareneinsatz in der Berliner Schulverpflegung, welcher bisher zum überwiegenden Anteil außerhalb der Region bedient wird. Diese große Nachfrage bedeutet für den regionalen Bio-Gemüseanbau ein großes und bisher kaum genutztes Marktpotenzial. Trotzdem entwickelt sich der Bio-Gemüseanbau in Brandenburg bisher nur langsam. Gründe hierfür sind fehlende Gemüse-Anbaubetriebe bzw. mangelnde Produktionserfahrung im Gemüseanbau, fehlende Markttransparenz, ineffiziente Lager- und Logistiksysteme sowie fehlende Vorverarbeitungskapazitäten.

Ziele: Ziel des Projektes ist der Auf- und Ausbau einer schlagkräftigen, nachhaltig rentablen und skalierbaren Bio-Gemüseproduktion in Brandenburg. Hierzu wird eine komplett neue Wertschöpfungskette für die Versorgung der Außer-Haus-Verpflegung bzw. des Handels angestoßen. Es gilt, Einstiegsbarrieren zum Bio-Gemüsebau zu überwinden und die Produktions-, Verarbeitungs- und Logistikprozesse zwischen den Betrieben und den nachgelagerten Wertschöpfungsstufen in Gang zu setzen. Zur Schaffung von Markttransparenz und für die Stärkung der fachlichen Kompetenzen im Bio-Gemüseanbau werden neue Austausch- und Beratungsformate entwickelt.

Umsetzung: Im Mittelpunkt der EIP-Projekte steht die Bildung einer "Operationellen Gruppe" (OG). Diese besteht aus einem Leadpartner (hier: FÖL), einer wissenschaftlichen Einrichtung (hier: HNE Eberswalde) sowie weiteren 14 Partnern, die die gesamte Wertschöpfungskette bis hin zum Schulcaterer repräsentieren. Der Schwerpunkt liegt hierbei bei zehn Erzeugerbetrieben, die in die gärtnerische Produktion einsteigen bzw. diese ausbauen wollen. Neben etablierten Bio-Gemüse-Betrieben engagieren sich bis dato v.a. Junglandwirte.
 
Brandenburg als Vorreiter bei Wolfsverordnung

Als erstes Bundesland bekam Brandenburg zum Jahresbeginn eine Wolfsverordnung und kann damit zu Recht als Vorreiter bezeichnet werden. Landwirtschafts- und Umweltminister Jörg Vogelsänger hat sich bei diesem hoch emotionalen Thema auf rechtliches Neuland und zwischen die Fronten aus Tierschützern und Landnutzern gewagt.

Herausgekommen ist ein ausgewogener Kompromiss aus weiterhin strengem Schutzstatus des Wolfes und Festlegungen für die Entnahme von einzelnen Wölfen in Ausnahmefällen. Dringt ein Wolf zweimal in eine ausreichend gesicherte Weide ein und reißt Nutztiere, so darf er in letzter Konsequenz geschossen werden.

Die Entscheidung trifft von nun an in jedem Einzelfall zentral das Landesumweltamt und nicht mehr die Umweltbehörde des jeweiligen Landkreises. Eine Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht wird es in Brandenburg nicht geben, jeder Einzelfall wird gesondert betrachtet und entschieden. Gerade dieser Sachverhalt wird von Naturschutzverbänden und dem Ökologischen Jagdverein Brandenburg begrüßt.

Als ausreichende Sicherung für eine Weide mit Nutztieren werden ein 1,20 m hoher Elektrozaun und auch der Einsatz von Herdenschutzhunden definiert. Diese Maßnahmen werden mit bis zu 15.000 € für Zäune und maximal 4.000 € für die Anschaffung sowie Abrichtung von Herdenschutzhunden vom Land gefördert. Trotzdem belasten die Investitionen die unter enormen wirtschaftlichen Druck stehenden Weidetierhalter zusätzlich, so muss beispielsweise der Unterhalt der Herdenschutzhunde aus eigener Tasche finanziert werden. Beim FÖL-Themenabend zum Wolf in Brandenburg forderte der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes Brandenburg, Knut Kucznik, deshalb auch entschieden eine allgemein stärkere finanzielle Unterstützung der Weidetierhalter. Diese gesellschaftliche Leistung müsse auch angemessen honoriert werden, andernfalls gäbe es bald keine Weidetierhalter mehr.

Regionales Bio auf der Grünen Woche

Vom 19. bis 28. Januar 2018 laden auf der Internationalen Grünen Woche die Aussteller des FÖL-Gemeinschaftsstandes, den der Verein gemeinsam mit Bioland, Biopark, Demeter, Naturland und Verbund Ökohöfe organisiert, in der Brandenburg-Halle 21A die Besucher zum Probieren und Genießen ein.

Das BioBackHaus, seit letztem Jahr im havelländischen Wustermark produzierend, präsentiert den Besuchern die Messeneuheit Havelländer Stangerl. Der Snack enthält neben Käse, Äpfeln und Röstzwiebeln saftigen Schinken vom Havelländer Apfelschwein. Aus dem Hause Syring Feinkost kommt ein neues und veganes Produkt: Kürbiskernpesto, hergestellt aus nicht erhitztem Kürbiskernköl, das Öko-Landwirt Thomas Syring aus seinen Beelitzer Kürbissen gewinnt. Traditionell ist das Angebot der Gläsernen Molkerei aus Münchehofe im Spreewald. Das Unternehmen legt in diesem Jahr den Fokus auf die Bio-Heumilch, die dafür als erste deutsche Molkerei seit 2017 das EU-Gütesiegel „garantiert traditionelle Spezialität“ verwenden darf.

Seitens der Lobetaler Bio-Molkerei dürfen sich die Besucher auf die Saisonjoghurts "Waldfrucht-Lavendel" und "Apfel-Zwetschge" freuen. Regionale Erdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren treffen auf duftende Lavendelblüten; heimische Äpfel und Zwetschgen gehen eine aromatische Liaison mit Anis, Zimt, Fenchel, Nelke und Pfeffer ein. Dass die Grüne Woche mehr als eine Produktmesse ist, zeigt die in 2017 unterm Funkturm entstandene Kooperation zwischen dem Getränkehersteller "Havelwasser" und dem Likörhersteller "Scharfes Gelb". Die Standnachbarn in der Brandenburg-Halle kreierten die "EierBirne" – feinster Likör mit Birne und Ei, der nun am Stand von Havelwasser / Birnengarten Ribbeck zu haben ist. Ergänzt wird der Gemeinschaftsstand vom Obst- und Gemüsehof Teltower Rübchen, der u.a. Rübchensuppe bietet.

Eine Neuheit kommt auch von der FÖL selbst: Der Verein stellt den Messebesuchern den druckfrischen Veranstaltungskalender "Brandenburger Bio-Termine 2018" (Auflage: 150.000) vor. Die kostenfreien Hefte listen mit mehr als 300 Einträgen eine Vielzahl an Erlebnisangeboten – wie Hoffeste, Führungen und Seminare – in der Region auf. Erhältlich sind sie am Bio-Gemeinschaftsstand (Stand-Nr. 134, 138-140), bei anderen Bio-Ausstellern in der Brandenburg-Halle 21A, in der Berlin-Halle 21 B und in der Bio-Halle 1.2B. Mehr Infos zu regionalem Bio auf der Grünen Woche: www.bio-berlin-brandenburg.de.

Terminhinweise:

Pressefrühstück: Ökologische Lebensmittelwirtschaft in Berlin-Brandenburg
Anlässlich der Grünen Woche lädt die FÖL zu einem Pressefrühstück bzw. Hintergrundgespräch zu aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen der ökologischen Lebensmittelwirtschaft in der Region Berlin-Brandenburg ein. Rede und Antwort steht Michael Wimmer.

Zeit: Dienstag, 16. Januar 2018, 10:00 Uhr
Ort: Berliner FÖL-Büro, Marienstraße 19-20 (Hinterhaus, 4. OG), 10117 Berlin

"Wir haben es satt!"-Demo
Unter dem Motto "Der Agrarindustrie die Stirn bieten!" ruft die Kampagne "Meine Landwirtschaft" Bauern, Verarbeiter und Verbraucher auf, gemeinsam für ökologisch hochwertige und gesunde Lebensmittel von Bauernhöfen mit fairen Preisen und Marktbedingungen weltweit auf die Straße zu gehen.

Zeit: Samstag, 20. Januar 2018, 11:00 Uhr
Ort: Hauptbahnhof Berlin, Washingtonplatz, 10557 Berlin

Tag des Ökologischen Landbaus
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) veranstaltet zum Thema "Stark auf dem Land: Bio belebt Deutschland in den Regionen" den diesjährigen Tag des Ökologischen Landbaus. Eine Anmeldung ist erforderlich und unter www.boelw.de/anmeldung_tdöl18 bis zum 19. Januar online möglich.

Zeit: Donnerstag, 25. Januar 2018, 09:30 bis 12:15 Uhr
Ort: Messegelände Berlin (Halle 7, Raum Berlin), Messedamm 26, 14055 Berlin

Kontakt
Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau
Berlin-Brandenburg (FÖL) e.V.
Michael Wimmer - Geschäftsführung
Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Tel.: 030 284824-39
Mobil: 0179 4527147
Fax: 030 284824-48
E-Mail: m.wimmer[AT]foel.de
www.bio-berlin-brandenburg.de