Online Einkaufsführer Newsletter Veranstaltungskalender


Detailansicht
19.11.2011 - Bio-Kost am Rathausmarkt (Märkische Allgemeine)

Die Bio-Company möchte in Kleinmachnow nahe am Rathausmarkt einen Bio-Markt eröffnen. Das Unternehmen, eine in Berlin und Brandenburg etablierte Kette, will dazu ein kommunales Grundstück an der Förster-Funke-Allee 109 kaufen. Es wäre der erste Markt, den die 1999 gegründete Bio-Kette auch selbst baut, erläuterte Geschäftsführer Georg Kaiser gestern. Die Bio-Company betreibt aktuell 25 Filialen, davon 23 in Berlin und Brandenburg.

Geplant ist auf dem 3.088 Quadratmeter großen Grundstück ein flaches Gebäude – erlaubt sind hier Dreigeschosser – mit rund 550 Quadratmetern Verkaufsfläche, Nebenflächen und einem kleinen Bistro. Bis zu 40 Parkplätze sind vorgesehen, hier werde seine Firma die Anliegerinteressen im Auge haben, so Kaiser. Das innovative Neubau-Projekt ist auf ökologische Bauweise und Energieeffizienz ausgelegt, so Kaiser. 14 Arbeits- und zwei Ausbildungsplätze werde es zusätzlich in Kleinmachnow geben.

Der Verkauf des Grundstücks schräg gegenüber der Gesamtschule wird derzeit mit weiteren kommunalen Grundstücken in einem Paket in den Gremien der Gemeindevertretung beraten. Der Finanzausschuss hatte sich jüngst gegen einen Verkauf gemeindeeigener Flächen ausgesprochen. Hintergrund ist ein beschlossenes Moratorium, nach dem derzeit keine kommunalen Flächen veräußert werden sollen. Vielmehr soll die Gemeinde erst einen Katalog erarbeiten, um Flächen für mögliche eigene Projekte der Gemeinde in der Zukunft sichern zu können.

Bürgermeister Michael Grubert (SPD) brachte gestern die Idee ins Spiel, dass sich die Gemeinde an dem Neubau beteiligen könnte: "Man könnte das Gebäude mit einem Staffelgeschoss erweitern und dort einen kleinen Bürgersaal, einen Treffpunkt für Vereine und Senioren einrichten – so etwas fehlt bislang im Rathausumfeld." Die Kommune könnte dort Mieter oder auch Miteigentümer werden, so Grubert. Das Investitionsvolumen für die Markt-Variante bezifferte Kaiser auf etwa 1,8 Millionen Euro, inklusive Grundstück.

Dessen Ankauf, der im 1. Quartal 2012 stattfinden soll, dürfte für reichlich Diskussionsstoff in der Gemeindevertretung führen. Unbestritten ist, dass in Kleinmachnow seit Jahren ein solcher Bio-Markt gewünscht wird, am Rathausmarkt scheiterte dies bislang wegen des Konkurrenzschutzes anderer Einzelhändler.

"Wir haben in Zehlendorf und Potsdam viele Kleinmachnower und Kunden aus der Region, die sprechen uns sogar direkt an", berichtete Kaiser. Die Bio-Company habe sich in der Region nach geeigneten Standorten umgesehen, eine mögliche Ansiedlung am Stahnsdorfer Hof sei nicht geplant. Die Bio-Kette erzielt bis zu 50 Prozent ihres Umsatzes mit Waren aus der Region. So sollen laut Kaiser auch Teltower Rübchen das Bio-Sortiment in Kleinmachnow bereichern.