Vor dem Hintergrund des wachsenden Drucks bundesweit agierender Agrarunternehmen und Kapitalinvestoren auf den Bodenmarkt stellte die Bauerninitiative "Ökolandbauregion Südliche Uckermark" heute ein neuartiges Modell zur Sicherung ihrer ökologisch bewirtschafteten Flächen vor.
Ein von der GLS-Bank initiierter und von privaten Anlegern mit Kapital ausgestatteter Fonds hat 2.550 ha ehemals volkseigene Flächen von der bundeseigenen Bodenverwertungs- und -verwaltungsgesellschaft BVVG erworben. Dieser "Bio-Bodenfonds Schorfheide" verpachtet das Land mit der Maßgabe einer mindestens 18-jährigen ökologischen Weiterbewirtschaftung an die 12 in der Initiative zusammengeschlossenen Betriebe.
Damit kann der räumliche Zusammenhang und Fortbestand des größten ökologischen Ackerbaugebietes in Europa in der Größe von etwa 12.000 ha gesichert werden. Dietmar Schulze, Landrat des Landkreises Uckermark, brachte seine Freude über das Gelingen zum Ausdruck und wies darauf hin, dass von den Beteiligten Pionierarbeit geleistet worden sei. "Eine wesentliche Zielstellung des Biosphärenreservates, Naturschutz und nachhaltige Entwicklung in einem großen Gebiet mit Hilfe des ökologischen Landbaus zu entwickeln, ist hier erreicht worden", meinte Schulze.
Uwe Greff von der GLS-Bank wies darauf hin, dass man angesichts des rapiden Rückgangs der Biodiversität, um jeden Ort froh sein müsse, an dem etwas Gutes getan werden könne. Aufgrund des großen Interesses, sowohl bei ökologisch wirtschaftenden Betrieben, als auch bei Anlegern, will der Fonds nun auch in anderen Regionen Deutschlands Flächen erwerben. Von besonderer und modellhafter Bedeutung ist für Stefan Palme, einem der an der Initiative beteiligten Landwirte, dass für die langfristige Sicherung der Agrobiodiversität und anderer naturschutzfachlicher Ziele keine öffentlichen Mittel benötigt, sondern ausschließlich private Gelder verwendet wurden.
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