"Brandenburg muss dem Beispiel Bayerns und Thüringens folgen", forderte heute die Brandenburger Bundestagsabgeordnete und Sprecherin für Ländliche Entwicklung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Cornelia Behm.
Beide Länder waren dieses Jahr wie Brandenburg aus der Förderung des Ökologischen Landbaus ausgestiegen. Nun haben sie aber eine Kehrtwende vollzogen und die Wiederaufnahme der Förderung für das kommenden Jahr angekündigt. "Ich begrüße die Rückkehr zur Vernunft", kommentierte Behm die Entscheidung Bayerns und Thüringens und forderte Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger auf, "auch in Brandenburg die Gelder für den Ökolandbau wieder freizugeben."
Die Nachfrage nach Ökoprodukten ist nach wie vor groß. Allein im Berliner Fachhandel ist der Umsatz mit Ökoprodukten im ersten Quartal 2011 um 20 Prozent gestiegen. "Wenn unsere Brandenburger Landwirte hier den Anschluss verlieren, bedienen andere den Markt. Minister Vogelsänger darf dieses Potential vor Brandenburgs Haustür deshalb nicht leichtfertig verspielen."
Behm betonte außerdem, dass der Ökologische Landbau nicht nur ein Wirtschaftsfaktor ist. Er ist gleichzeitig Vorbild für eine nachhaltige, zukunftsfähige Landwirtschaft. Denn mit den konzeptionellen Ansätzen des Ökolandbaus kann den großen Herausforderungen beim Boden-, Gewässerund Klimaschutz sowie bei der Sicherung der Biodiversität am besten begegnet werden.
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Cornelia Behm (MdB)
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