Zur Eröffnung der BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte in Nürnberg, erklärt Ulrike Höfken, Sprecherin für Ernährungspolitik und Agrogentechnik:
Die Nachfrage nach Bio-Produkten ist trotz der aktuellen Krise ungebrochen. Doch die deutsche Bio-Erzeugung hinkt immer noch der großen Nachfrage hinterher. Auch aus diesem Grund müssen Förderung und Forschung beim Ökolandbau deutlich ausgebaut werden. Die schwarz-gelbe Koalition tut aber das Gegenteil und kürzt die Förderung des Ökolandbaus um 3,3 Millionen Euro, die für Exportförderung verschwendet werden, um unsinnige Überproduktion wie beim Schweinefleisch mit 108 Prozent Bedarfsdeckung loszuwerden. Wie schon im Fall der geplanten Brachialkürzung bei Solarförderung gefährdet die Bundesregierung eine wichtige Zukunftsbranche und bedient die Interessen ihrer Klientel in der Agroindustrie.
Damit der Ökolandbau auch in Zukunft weiter wachsen kann, müssen besonders Kinder lernen, wie wichtig und lecker eine gesunde und qualitativ hochwertige Ernährung ist. Für eine deutliche Verbesserung der Ernährung in Schul- und Kindertagesstätten, fordern wir ein Bund-Länder-Aktionsprogramm für ein gesundes und kostengünstiges Kindergarten- und Schulessen als Schlüssel zur Bekämpfung von Fehlernährung und Armut. In einem solchen Programm muss auch ein Anteil von 10 % Bio-Produkten festgeschrieben werden, wie es auch den bundesweiten Qualitätsstandards entspricht.
Bio-Produkte sind gut für das Klima, den Erhalt der Artenvielfalt und schmecken oft besser. Außerdem sind sie kaum mit Pestiziden belastet, wie aktuelle Untersuchungen von Greenpeace und dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erneut bestätigen. Mit Bio-Produkten kann sich der Verbraucher daher gut vor Gesundheitsrisiken durch Chemiecocktails schützen und diese auch der Umwelt ersparen.
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