Ungeachtet der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland befindet sich der ökologische Landbau immer noch im Aufwärtstrend.
Im Kreis Ostprignitz-Ruppin gab es im vergangenen Jahr drei Neuanmeldungen von ökologisch wirtschaftenden Betrieben. Damit stieg die Zahl der Öko-Firmen im Landkreis auf 65. "Das mag nicht allzu viel erscheinen", sagte Karin Garmatter vom Landwirtschaftsamt des Kreises. "Aber wir stellen fest, dass die Tendenz deutlich nach oben geht."
Im Kreis Ostprignitz-Ruppin wurden im vergangenen Jahr 12 290 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Ein positiver Trend der Branche ist auch für den Kreis Oberhavel zu verzeichnen, allerdings in geringerem Umfang. Dort stieg die Zahl der Öko-Betriebe in den Jahren 2005 bis 2007 von 32 auf 37. Sie nutzten 2007 einen Flächenanteil von rund acht Prozent. Damit liegen beide Landkreise im bundesdeutschen Trend.
Wie das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zu Beginn des Monats mitteilte, stieg die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Deutschland im vergangenen Jahr um 4,3 Prozent. Das entspricht einem Flächenzuwachs von 39 329 Hektar gegenüber 2008. Entsprechend hat die Zahl der Öko-Betriebe gegenüber dem Vorjahr um 1234 zugenommen.
Dieser Trend trifft auch auf die verarbeitenden Betriebe und Importeure zu. Die Anzahl der Betriebe, die 2009 Öko-Produkte verarbeiteten, stieg gegenüber 2008 um 7370, die Zahl der Importeure erhöhte sich um 15,3 Prozent. Unternehmen, die ökologische Erzeugnisse herstellen oder weiterverarbeiten, werden nach strengen Regeln der Europäischen Öko-Verordnung mindestens einmal im Jahr von staatlich zugelassenen Stellen kontrolliert.


