Heiß her ging es gestern Mittag in einem großen Zelt auf dem Luisenplatz. Dampfwolken und lautes Kindergeschrei drangen nach außen und kündigten das Spektakel bereits von weitem an. Rund 50 Schüler lernten unter fachkundiger Anleitung unter anderem, wie man Pizza-Teig knetet, eine leckere Spaghetti-Sauce anrührt und Kühe per Hand melkt.
"Wie soll denn die Tomatensauce schmecken", fragte Ralf Weißmann vom Gasthof Zur Linde in Wildenbruch während seines Kochkurses "Reise nach Italien ? Pasta und Saucen". Die einen mochten sie würzig, andere süß, ein dritter salzig. "Du bist wohl verliebt", scherzte der Profikoch. Dann erklärte er, welche Zutaten es dazu braucht. Mit hungrigen Mägen ging an diesem Tag niemand nach Hause. Mindestens 15 Potsdamer Schulen haben mitgemacht.
Der kulinarische Anschauungsunterricht sollte aber nicht nur Spaß machen, sondern diente auch einem guten Zweck. "Die Kinder sollen lernen, wie man sich gesund ernährt", erklärte Sabine Schulz-Greve vom Veranstalter. Ein selbst gemachtes Pausenbrot beispielsweise ist auch preiswerter als etwa Fast-Food. Wie es geht, zeigte die Schülerfirma "Krümelkekse" aus Wriezen, deren selbst gemachte Bio-Pausen-snacks verkostet wurden. Außerdem legte man beim Aktionstag Wert darauf, dass die Kinder eine Vorliebe für regionale Produkte entwickeln. "Gut gekühlte Vollmilch direkt vom märkischen Bauernhof schmeckt halt doch besser, ohne diese ganzen Zusatzstoffe", meinte Schulz-Greve. Wer es nicht glaubte, konnte am Stand der Brandenburger Landfrauen den Geschmackstest machen. Weil die Schüler vom Oberstufenzentrum "Johanna Just" mit Milch weniger anfangen können, entwickelten sie eigene Rezepte für Trendgetränke als Alternative zu Softdrinks und Alcopops. Die besten wurden prämiert.


