Zum aktuellen Dioxin-Skandal erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik: Der Dioxin-Skandal offenbart einmal mehr die Wirklichkeit der industriellen Landwirtschaft. Es ist ein Offenbarungseid der verfehlten Agrarpolitik von CDU/CSU und FDP. Vor zehn Jahren haben wir als Antwort auf BSE die Agrarwende eingeleitet und für mehr Transparenz, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft gesorgt. Schwarz-Gelb hat die Agrarwende beendet und setzt wieder systematisch auf Massentierhaltung und Agrarfabriken.
So hat Bundesministerin Aigner eigens eine Exportbeauftragten ernannt, um den Export von Billigfleisch aus Deutschland anzukurbeln und Deutschland zum Fleischexportweltmeister zu machen. In der EU-Agrarpolitik gehört Frau Aigner zu den größten Gegnern einer ökologischen Reform der Agrarzahlungen. Gleichzeitig hat die Koalition die Ökolandbauforschung faktisch abgeschafft. Dabei kann man heute nur beim Ökolandbau sicher sein, dass Eier und Fleisch dioxinfrei sind.
Die Agrarwende ist heute notwendiger denn je. Wir fordern Frau Aigner auf, die Agrarwende ihrer Vorgängerin Renate Künast fortzusetzen anstatt den Verharmlosungsexperten der Agrarlobby hinterher zu laufen. Der Bauernverband sollte sich gut überlegen, ob er weiter auf Verharmlosung und Verschleierung setzen oder einen Beitrag zu mehr Ehrlichkeit und Transparenz leisten will.
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