Die Arbeiten an der Gläsernen Molkerei in Münchehofe sind noch in vollem Gange. Da platzte jetzt eine schöne Nachricht herein. Das Bio-Unternehmen zählt zu den Gewinnern im bundesweiten Wettbewerb "Land der Ideen". Kirsten Böhmann von der Geschäftsführung freut sich über die Ehrung, die überraschend kam.
"Die Konkurrenz war ja sehr groß", sagt sie. Immerhin haben sich mehr als 2200 Unternehmen und Institute aus ganz Deutschland beworben. "Da ist es schon etwas Besonderes, ausgewählt zu werden." Aus Brandenburg wurden insgesamt 17 Projekte ausgezeichnet. Die Gläserne Molkerei konnte mit ihrer Heumilch und dem anspruchsvollen Vorhaben, den Kunden künftig die Herstellung von Milch und Käse transparent vorzuführen, die Jury überzeugen.
Im April vorigen Jahres wurde der Grundstein für die Bio-Molkerei gelegt. Nun hat der Endspurt für die Eröffnung am 6. Januar begonnen.
An allen Ecken des holzverkleideten Gebäudes mit Glasfront wird gebaut, gemalert, eingerichtet. Kirsten Böhmann erklärt, wie es später aussehen wird. Über einen gläsernen Gang können die Besucher verfolgen, wie aus Bio-Milch Käse gemacht wird. Was ist anders als bei der herkömmlichen Verarbeitung? Welche Berufe gibt es in der modernen Molkerei? Was ist das Besondere an Heumilch? Solche Fragen werden hier beantwortet. Die Sache mit der Heumilch ist schnell zu klären. Kirsten Böhmann: "Die Kühe bekommen nur Gras oder Heu zu fressen, keine Silage." Das ergibt einen speziellen Käse, wie man ihn in Süddeutschland und der Schweiz kennt.
Mit der neuen Produktionsstätte soll auch das Käsesortiment erweitert werden. Im nahe gelegenen Hofladen, der kürzlich eröffnet wurde, werden die Produkte bereits angeboten. Nicht nur Einheimische kaufen hier inzwischen gern ein. Die Gemeinde Münchehofe sieht in der Gläsernen Molkerei auch eine Chance für die eigene Entwicklung. Sie hat beschlossen, eine Öko-Gemeinde zu werden.


