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13.01.2010 - Fairer Handel erstmals dabei (Märkische Allgemeine)

Seine Premiere auf der Grünen Woche erlebt der "Faire Handel", der Lebensmittel und andere sozial verantwortungsvoll hergestellte Produkte aus Entwicklungsländern vertreibt. Vieles dreht sich um das bekannteste Produkt des fairen Handels ? den Kaffee.

In Halle 6.2a können sich Besucher ihren eigenen Muntermacher rösten, mahlen, aufbrühen und genießen. Dazu gibt es viele Informationen über den weltweiten Kaffeeanbau und den fairen Handel.

In einem Weltladen wird auf der Agrarmesse ein großes Sortiment exotischer Lebensmittel von Importeuren des fairen Handels wie El Puente oder Gepa angeboten. Schokoladenspezialitäten mit Ingwer-Note oder auch in der Geschmacksrichtung Pflaume-Zimt gehören ebenfalls dazu wie Jasminreis und Trüffelpralinen Tartufi. Es gibt grünen Bio-Tee aus Ceylon, Gummibärchen und Fruchtgummis mit exotischen Geschmacksnoten, fair gehandelte Erdnüsse sowie getrocknete Mangos und Mango-Kokos-Bällchen.

Fair gehandelte Produkte sind in Deutschland im Kommen. Im Jahr 2008 wurden hierzulande fair gehandelte Waren im Wert von 266 Millionen Euro gekauft. Das war ein Plus gegenüber den Umsätzen des Vorjahres von 38 Prozent.

Über Umsatzzuwächse konnten sich auch die Nachbarn der Messeneulinge freuen ? die Unternehmen der Biobranche, die sich ebenfalls in Halle 6.2a präsentieren. Michael Wimmer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL), rechnet für das Jahr 2009 mit einem Umsatzplus "im schönen einstelligen Bereich" für den Biofachhandel in der Hauptstadtregion. Das ist zwar ein geringeres Plus als im Jahr zuvor, aber angesichts der Krise stehe man mit diesem Ergebnis "sehr gut da", sagt Wimmer. 2008 hatte der Biomarkt in der Region noch zweistellig zulegen können.