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08.06.2010 - Genmaisskandal - Landesregierung muss aktiv werden! (Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg)

Wie jetzt bekannt geworden ist, haben mindestens zwei Landwirtschaftsunternehmen in Brandenburg unwissentlich gentechnisch verunreinigtes Maissaatgut auf ihre Felder ausgebracht.

Es handelt sich dabei um konventionelles Saatgut des Gentechnikkonzerns Pioneer. Verunreinigt ist der Mais mit dem Konstrukt NK603, welches nirgendwo in Europa eine Zulassung besitzt. Diese Verunreinigung ist bereits Anfang März bei Kontrollen in Niedersachsen entdeckt worden. Die niedersächsiche Landesregierung blieb aber untätig, und erst durch eine Klage und ein entsprechendes Gerichtsurteil konnte Pioneer nun gezwungen werden, Detailinformationen bekannt zu geben, so dass nun die betroffenen Saatguthändler und Landwirte ermittelt werden konnten. Um die Aussaat des kontaminierten Maises zu verhindern war es aber nun zu spät.

Um einen möglichen Schaden z.B. für benachtbarte Landwirte und Imker zu vermeiden, sollten die betroffenen Felder schnellstmöglich umgepflügt werden. Während das in Mecklenburg-Vorpommern bereits beschlossen wurde, weigert sich die Landesregierung in Potsdam bisher entsprechende Schritte einzuleiten. Das ist Unverantwortlich! Die betroffenen Landwirte sollten von den Verursachern des Skandals also Pionier und das Land Niedersachsen entschädigt werden. Der Skandal zeigt noch einmal, dass eine Koexistenz von Agrogentechnik und gentechnikfreier Landwirtschaft nicht möglich ist.

Kontakt
Thomas Janoschka
Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg
E-Mail: kontakt[AT]gentechnikfreies-brandenburg.de

Christof Potthof
Gen-ethisches Netzwerk e.V.
E-Mail: christof.potthof[AT]gen-ethisches-netzwerk.de
Tel.: 030 - 68 58 030