Die Münchehofer Agrargenossenschaft plant, Legehennenanlagen mit einer Größe von knapp 40.000 Tieren zu errichten. Sechs Standorte in und um Münchehofe und Löpten waren bisher im Gespräch. Gegen das Vorhaben haben sich zwei Bürgerinitiativen gegründet. Ihr Ziel ist es, die Großanlagen zu verhindern, denn diese passen nicht zu einem Öko-Dorf, zu dem sich Münchehofe entwickeln möchte.
In der vergangenen Woche war die Errichtung der Legehennenanlagen auch Thema des Amtsausschusses im Amt Schenkenländchen. Ausschussvorsitzender Heinz Gode: "Wir haben einen Grundsatz-Beschluss dazu gefasst." Damit wollen sich die Amtsausschussmitglieder aber keinesfalls in die inneren Angelegenheiten der Gemeinde mischen, die Planungs-Hoheit besitze. Doch sei es den Münchehofenern wichtig gewesen, sich mit den anderen Kommunen zur vernünftigen Alternativstandorten zu verständigen. "Die gegenwärtig geplanten Standorte sind mit den Zielen des Ortes, Öko-Gemeinde zu werden, unvereinbar", so Gode weiter.
Wichtig sei den Mitgliedern gewesen, ein Signal nach außen und insbesondere an den Investor zu schicken: Niemand wolle sich gegen die wirtschaftliche Entwicklung sträuben. Deswegen wurden Gemeinde wie Investor aufgefordert, gemeinsam einen Konsens zu finden. Dabei sei es wichtig, die Gesamtaufgabe der regionalen Entwicklung zu sehen und nicht nur einzelne Interessen. Zu Gesprächen in diese Richtung sei der Investor aber bislang nicht bereit gewesen.
Thomas Heidenreich von der Agrargenossenschaft Münchehofe zeigte sich gestern überrascht von dem Beschluss des Amtsausschusses. "Ich habe keine Kenntnis davon", sagte er. Auch eine Einladung in den Amtsausschuss habe er nicht erhalten. Gespräche in diese Richtung habe es bisher nicht gegeben. "Wir lassen das auf uns zukommen", kündigte Heidenreich an, der ansonsten keine Stellungnahme abgeben wollte, wie weit die Planungen vorangeschritten sind oder ob er eine Konsensmöglichkeit sehe.
Das Ergebnis des Amtsausschusses werde der Agrargenossenschaft in den nächsten Tagen zugehen. "Das ist jetzt in der Umsetzungsphase", so der Vorsitzende. Bei der Sitzung des Amtsausschusses waren Vertreter der Bürgerinitiativen anwesend.


