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20.01.2012 - Kontaktpflege und viele gute Ideen (Lausitzer Rundschau)

Sascha Philipp hat mit 27 Jahren das Landgut in Pretschen übernommen. Er führt den Betrieb seit zwölf Jahren erfolgreich als Bio-Hof. Auch Philipp nutzt die Grüne Woche zur Kontaktpflege. Vor allem will er auf die guten Ideen der Spreewald-Region aufmerksam machen, mit Chicorée-Eis.

"Ich möchte die Messe nutzen, um für die Region zu werben", erklärt der Besitzer und Geschäftsführer des Landgutes Pretschen Sascha Philipp. Dies sei einer der Gründe für den Messeauftritt. "Ich möchte die Region und uns als Bioproduzenten präsentieren und zeigen, dass hier etwas passiert." Das sich etwas tut, will Philipp auch mit seinem neuesten Projekt darstellen. Seit kurzem produziert er in einem zwei Hektar großen Gewächshaus auch im Winter ökologisch angebautes Gemüse. Zurzeit wird Feldsalat, Petersilie, Spinat und die weniger bekannte Salatart Postelein angebaut. 4,5 Millionen Euro wurden investiert, das Land gab Fördermittel.

Philipp will auch den Ort Pretschen näher vorstellen. Er will zeigen, was dort alles passiert und wie die Zusammenarbeit in kleineren Projekten funktioniert. "Eines der großen Standbeine des Gutes ist der ökologische Anbau von Chicorée. Im Rahmen einer Fortbildung auf dem Hof hat das benachbarte Gasthaus, wie auch bei vielen anderen Anlässen, die Bewirtung übernommen. Dabei bestand das ganze Menü nur aus dem hier angebauten Chicorée. Als Nachtisch hat der erst vor kurzem zurückgekehrte Sohn des Besitzers Eis aus Chicorée serviert. Das kam sehr gut an", so Philipp.

Zur Messe hat Philipp das Chicorée-Eis im Gepäck und wird Kostproben anbieten. Damit will er zeigen, dass es auch auf dem Land gute Ideen gibt. Das Gut präsentiert sich an einem Gemeinschaftsstand in der Brandenburghalle, aber nur am ersten Messewochenende (20. bis 22. Januar).

Mit Bedacht ist der 39-Jährige außerdem nicht jedes Jahr mit einem eigenen Stand auf der Messe. "Für mich steht die Information der Besucher im Vordergrund. Wenn die Leute nach einem Gespräch mit uns nachdenklich weiter gehen, haben wir schon viel erreicht." Neben diesem Aspekt sei das Treffen mit seinen Kunden, anderen Landwirten, Wirtschaftsvertretern und Politikern aber nicht entscheidend für das Landgut. "Manche sehen sich sicherlich nur hier zur Messe, tauschen sich aus oder können auf ihre Produkte aufmerksam machen. In der Bio-Branche treffen wir uns regelmäßig auch bei anderen Gelegenheiten", sagt Philipp.

Deswegen würde ihm der dreitägige Messebesuch vollkommen genügen. Auch wenn er in der Vergangenheit schon die ein oder andere Geschäftsbeziehung geknüpft hat. "Der Umfang ist meist sehr gering. Aber es kann zum Beispiel der Kontakt zu einem regionalen Restaurant sein, die Interesse an unseren Produkten für ihre Küche haben."