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25.02.2018 - Kräuter und Gemüse neben Karolinenhofer Ziegen (Märkische Oderzeitung)

Kohl, Wurzelgemüse, knackige Salate vom Feld: Unter dem Motto "Bio aus Überzeugung" beginnen Paula Olschewski und ihr Mann Joscha in diesem Frühjahr in Karolinenhof mit der Aussaat von Bio-Gemüse. Dafür haben sie direkt hinter der Ziegenkäserei und dem Wiesencafé ein kleines Feld gepachtet.

Paula ist gebürtige Berlinerin, und Joscha kommt ursprünglich aus Hessen. Beide hat es beruflich in die Region gezogen. Die 26-Jährige absolvierte auf dem Ökohof Kuhhorst ihre zweijährige Landwirtschaftslehre, er dort einen Teil seiner dreijährigen Ausbildung zum Gemüsegärtner. Durch die Arbeit haben sich die beiden kennengelernt und beschlossen, in der Region zu bleiben. Eine Wohnung fand sich in Kuhhorst. Seit Mai vorigen Jahres sind sie im Service und in der Käserei Karolinenhof beschäftigt. "Bei dem Job fängt man an zu träumen", so Paula.

Dies war der Anstoß zur Idee, Bio-Gemüse anzubauen. Ein Pachtvertrag für vier Hektar Fläche wurde abgeschlossen. Hauptsächlich soll dort Heu für die Ziegen wachsen. Doch ein halber Hektar ist fürs Gemüse reserviert. "Anfang April beginnen die ersten Aussaaten", berichtet Joscha. Nach der Bodenbearbeitung wird gepflanzt. Später kommt dann die mühsame Arbeit des Unkrauthackens dazu. Als ein Problem nennt der 31-Jährige die Schnecken, auf deren Speisekarte leckerer Salat ganz oben steht. Aber auch dafür haben die jungen Bio-Gemüsebauern, die ohne Spritzmittel arbeiten, eine Lösung. Hier werden Netze zum Schutz der Pflanzen verlegt. Der 31-Jährige weiß um den in Brandenburg meist trockenen Boden. Dafür gibt es auf dem Feld eine Bewässerungsanlage.

Die erste Ernte soll im Juni eingefahren werden. Neben einigem Gemüse sind dann auch diverse Kräuter reif. Die frische Ware soll im Umkreis von Kremmen und Schwante, aber auch an Restaurants in der Umgebung geliefert werden. Für Kunden gibt es ein einjähriges Ernte-Abo. Dafür wird wöchentlich einer Frischekiste geliefert.

Ab Jahresmitte planen Paula und Joscha einen Hofladen für Besucher vor Ort. "Mal sehen wie sich alles ergibt", sagt Paula. Die Ente sei einschätzbar, aber nicht das Kundeninteresse. Immerhin, beide habe viel Zeit und Erspartes in ihr Projekt gesteckt. Ihr Ziel ist es, damit in die Selbstständigkeit zu gehen. Lebensmittel in Bio-Qualität stünden hoch im Kurs, machen sie sich dahingehend Mut. Erst einmal aber hoffen sie, dass der Frost bald aus dem Boden verschwindet.