In der Ökoförderung gibt es nach wie vor gravierende Unterschiede zwischen den Bundesländern. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Studie des Johann-Heinrich-von-Thünen-Instituts (vTI) hervor.
Danach weichen insbesondere die Prämien voneinander ab, die die Länder für die Umstellung auf ökologische Anbauverfahren gewähren. Während beispielsweise Nordrhein-Westfalen und Sachsen laut Angaben von 2010 in den ersten beiden Umstellungsjahren jeweils 324 Euro/ha für Acker- und Grünland zahlen, sind es in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern lediglich 150 Euro/ha. Bezogen auf die gesamte fünfjährige Einführungsphase liegen Sachsen mit 252 Euro/ha sowie Bayern mit 246 Euro/ha für Ackerflächen und Grünland an der Spitze. Am unteren Ende rangieren auch hier Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit wiederum 150 Euro/ha.
Bei Gemüseflächen reicht die Spanne in den ersten beiden Umstellungsjahren von 300 Euro/ha in Sachsen-Anhalt bis 900 Euro/ha in Nordrhein-Westfalen und Sachsen. Diese beiden Länder gewähren mit 1.404 Euro/ha auch die höchsten Prämien für Dauerkulturflächen. Hier liegt Bayern mit 500 Euro/ha am unteren Ende. Nach Einschätzung des vTI spiegeln die Unterschiede in den Prämienhöhen nur zum Teil die unterschiedlich hohen Umstellungskosten wider. Insgesamt sei die Varianz so groß, "dass Wettbewerbsverzerrungen nicht auszuschließen sind".


