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18.01.2018 - Mineralwasser ohne Treibhauseffekt (Märkische Allgemeine)

Die Rheinsberger Preußenquelle will schon bald ihr Bio-Mineralwasser CO2-neutral produzieren. Um das Ziel zu erreichen, hat die Firma Stromverbrauch, Energielieferanten und ihre Flaschenetiketten unter die Lupe genommen.

Die Rheinsberger Preußenquelle steht kurz davor, ihr Bio-Mineralwasser CO2-neutral zu produzieren. Das berichtet Geschäftsführer Frank Stieldorf. Es fehlen nur noch wenige Schritte bis das Unternehmen, das sich seit ein paar Jahren besonders um Nachhaltigkeit kümmert, die auf ein Minimum heruntergefahrenen Treibhausemissionen vollständig kompensiert und das auch von einer Prüfstelle bestätigt bekommt.

So hat die Preußenquelle ihre Energielieferungen bereits auf regenerative Energien umgestellt. Seit 2016 stammt der Strom von Windrädern. Seit dem vergangenen Jahr ist sichergestellt, dass das angelieferte Gas ebenfalls öko ist. Dabei achtet die Firma darauf, dass der Energienachschub nicht die Lebensmittelbranche belastet. "Wenn Felder in dem Maße, in dem das jetzt passiert, für Energieproduktion missbraucht werden, dann wird eine gute Idee ad absurdum geführt", sagt Stieldorf.

Deshalb werde das benutzte Bio-Gas allein aus landwirtschaftlichen Abfällen gewonnen. Zudem unterzieht sich die Preußenquelle einer besonderen Zertifizierung (Emas), die nicht nur auf geringe Verbrauchsströme setzt, sondern auch voraussetzt, dass die getesteten Unternehmen ständig nach Möglichkeiten suchen, weniger Strom zu verbrauchen. Als letzten Schritt hat die Preußenquelle überlegt, wie sie beispielsweise bei Werbemitteln oder Flaschenetiketten CO 2 vermeiden kann.

Im Moment arbeiten die Rheinsberger gemeinsam mit dem Unternehmen Soil & More aus den Niederlanden daran, Landwirte zu finden, die ihren Rest-CO2-Ausstoß durch Erneuerung von Böden kompensieren. "Dafür suchen wir noch passende Landwirte", sagt Stieldorf. Und zwar nicht wie viele andere Firmen auf der ganzen Welt, sondern in Deutschland, weil der Regionalgedanke auch in diesem Punkt erfüllt werden soll. In Brandenburg habe die Preußenquelle allerdings keine passenden Partner gefunden. "Es ist nicht so, dass die Landwirte hurra schreien, wenn sie in die Hummusbildung investieren sollen."

Es sei ein "zäher Weg" hin zu CO2-Neutralität, so Stieldorf. Aber auch einer, den das auf den Umweltschutz fixierte Unternehmen unbedingt verfolgen wolle. Wie ernst es ihm damit ist, beweisen auch die Nebennischen: So gibt es 2017 bei der Preußenquelle den dritten Nachhaltigkeitstag und im Oktober den zweiten Landwirtschaftstag ein, bei dem es um Bodenschutz geht.