Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) will gemeinsam mit dem Landesbauernverband die "Agrar-Marke Brandenburg" weiter voranbringen.
"Ob in Europa oder beim Bund, die Landesregierung wird alles dafür tun, dass die landwirtschaftlichen Betriebe wettbewerbsfähig bleiben", sagte er am Samstag anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Verbandes. Die Organisation habe einen wesentlichen Anteil daran, dass der Umstrukturierungsprozess nach der Wiedervereinigung gelungen sei. Die landwirtschaftlichen Unternehmen hätten inzwischen ein hochprofessionelles Management und schafften Arbeitsplätze, so Platzeck.
Agrarstaatssekretär Rainer Bretschneider sieht auf die heimischen Landwirte "schwere Herausforderungen" zukommen. Als ein Beispiel nannte er die Reform der gemeinsamen Agrarpolitik auf europäischer Ebene. Zudem gelte es, Nachwuchs für die Betriebe zu finden und in Zeiten knapper Landesfinanzen den zunehmenden Konkurrenzdruck zu überstehen. Der Landesbauernverband sei ein wichtiger Partner bei der Lösung der Probleme und habe dies in der Vergangenheit immer wieder gezeigt.
Der Verband strebt 20 Jahre nach seiner Gründung eine ökologisch nachhaltige Landwirtschaft an. Ziel sei ein verantwortungsvoller Umgang mit Umwelt und Nutztieren, heißt es im neuen Leitbild. Dafür waren märkische Landwirte nach ihren Auffassungen und Wünschen befragt worden. Der Landesbauernverband war Anfang der 1990er Jahre aus dem Genossenschaftsverband der vormaligen Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG) hervorgegangen. Damals mussten sich die Betriebe kurzfristig den Bedingungen der Marktwirtschaft anpassen. Sein 20-jähriges Bestehen feiert der Verband am Samstagabend in Paaren/Glien (Havelland) mit einem Fest.


