Infrastruktur um Zempow als Bindeglied zweier Länder stärken
An der Wandkarte mit den Umrissen vom ehemaligen Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide erklärte Bio-Ranch-Geschäftsführer Wilhelm Schäkel Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns, dass die Feriengäste der Bio Ranch ganz neugierig auf das Nichts seien, das als weißer Fleck auf der Landkarte "Weiße Zone" zu sehen ist. "Dort ist der Wolf wieder heimisch, dort ist Heide und dort ist die Stille, nach der viele im Urlaub suchen", sagt Schäkel. Dafür solle die Unzerschnittenheit erhalten werden.
Junghanns hatte bei seiner Fahrt zur Tourismuskonferenz in Rheinsberg zuvor in der Bio Ranch Zempow einen Zwischenstopp eingelegt und sich über die touristischen Möglichkeiten im Grenzland informiert. Zempow liegt zwischen der werbewirksamen Mecklenburger Seenplatte und dem touristisch erschlossenen Rheinsberger Seenland und soll laut Junghanns eine verbindende Funktion zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg einnehmen. Die 1111 Kilometer lange Radwander-Brandenburgtour führt durch Zempow. Im Tourverlauf fehle es an Gastronomie.
Das sie auch Gewinn bringen kann, sei nicht von Massen, sondern von der Qualität und regionalen Produkten abhängig. Junghanns bestärkte Schäkel, weiter für den Tourismus zu investieren. Der Bio-Rancher Schäkel sieht Potenziale im Bereich des Jugend-Kulturtourismus, im Fahrradtourismus mit Übernachtungen auf kleinem Campingplatz mit Versorger, in geführten Heidewanderungen und Ausritten in die Kyritz-Ruppiner Heide. "Deshalb sollte die Heide ein Biosphärenreservat werden. Das lässt erlebbare Natur zu", so Schäkel. Er beabsichtigt, auch Konzepte mit saisonverlängernden Angeboten umzusetzen, für Gäste ohne schulpflichtige Kinder sowie für Kita-Gruppen.


