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24.05.2011 - SPD-Fraktion für Gentechnik in Brandenburg (Märkische Allgemeine)

Die SPD-Fraktion zeigt sich aufgeschlossen gegenüber der Anwendung von Gentechnik im Agrarbereich. Dazu gehöre auch, Anbauflächen für die Forschung in der freien Natur bereitzustellen, sagte die umweltpolitische Sprecherin Martina Gregor-Ness nach der Fraktionssitzung heute in Potsdam.

Gleichzeitig unterstützten die Sozialdemokraten gentechnikfreie Regionen, von denen es landesweit bereits sieben gebe. Den Landwirten bescheinigte die Abgeordnete, "sehr verantwortungsbewusst" mit der Problematik umzugehen. Es sei notwendig, Chancen und Risiken wissenschaftlich-fundiert gegeneinander abzuwägen, betonte Gregor-Ness. Bisher hätten in der öffentlichen Debatte eher die Risiken im Vordergrund gestanden.

Die Politikerin sprach sich für eine klare Kennzeichnung von Produkten aus, es sei jedoch festzustellen: "Es gibt eigentlich de facto keine Gentechnik-Freiheit mehr." In der globalisierten Welt von heute mit ihren Im- und Exporten könne eine Vermengung nicht ausgeschlossen werden.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Ralf Holzschuher verwies auf die in Brandenburg angesiedelten international bedeutenden Forschungsinstitute, die sich mit Gentechnik beschäftigten. Holzschuher wie auch Gregor-Ness warnten vor einer Verteufelung der Disziplin. Mit einem Ausstieg würde sich das Land völlig abschotten, sagte die Abgeordnete. Die SPD-Fraktion befasste sich am Dienstag mit der Thematik, um ihre Position zu einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen festzulegen und sich mit ihrem Koalitionspartner, der Linken, abzustimmen.