Bereits zum zweiten Mal trafen sich die Projektmitglieder der bundesweiten Informationskampagne zur Außer-Haus-Verpflegung "Bio kann jeder" zum Erfahrungsaustausch.
Das Treffen fand diesmal in Hannover bei "Uplus"? Agentur für Umweltkommunikation im Umweltzentrum Hannover satt, dem Durchführungspartner der Kampagne für Niedersachsen. Unter der Moderation von Anke Brückmann, Projektleiterin dieser Kampagne in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE), wurden aktuelle Entwicklungen und zukünftig relevante Themeninhalte diskutiert.
Programme der Workshops berücksichtigen neue Interessen
Für Diskussionen in allen Workshops eines jeden Bundeslands sorgen die Argumente, die den Wechsel zu einer ökologischen und möglichst regionalen Verpflegung erklären und damit auch einen Mehrpreis rechtfertigen. Auch wenn die Nachfrage nach "Bio" steigt, bedeutet dies im Umkehrschluss nicht, dass auch höhere Preise akzeptiert werden. Hier ist weiterhin Aufklärungsbedarf nötig. Zur Unterstützung kann hier auf die im Rahmen des Projekts entwickelten Kalkulationsbeispiele zurückgegriffen werden.
Bislang stand die Mittagsverpflegung im Mittelpunkt des Interesses. Zunehmend wird auch nach Konzepten für eine regional-ökologische Pausen- und Zwischenverpflegung gefragt. Hier bestand Konsens, bei der Darstellung von Speisenplänen auch diesem Aspekt mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Weitere Übereinstimmung fanden die Projektteilnehmer darin, mehr Kochpraxis anzubieten. Der Bedarf, Bioprodukte auch in der Zubereitung kennen zu lernen, ist groß. Dies soll in den zukünftigen Workshops berücksichtigt werden.
Workshops vermitteln Theorie und Praxis
Zu dieser im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau initiierten Kampagne gehören Workshops für alle Akteure, die in Schulen und Kindertageseinrichtungen dafür verantwortlich sind, eine kinder- und jugendgerechte Verpflegung anzubieten. Im Mittelpunkt stehen Informationen, wie insbesondere unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten Bioprodukte im Speisenplan integriert werden können. Behandelt werden auch Fragen der technischen Umsetzung und zur Akzeptanz des Verpflegungsangebots. Dauerthemen sind und bleiben auch im fünften Jahr nach Kampagnenstart die Preisgestaltung, die Wahl eines geeigneten Caterers und die Beschaffung von Bioprodukten bei selbst kochenden Schulen.
Aufgebaut sind die Workshops in Einsteiger-Workshops, in denen zunächst die theoretischen Kenntnisse vermittelt werden, und in praxisorientierte Folge-Workshops, wo diese Kenntnisse dann vertieft werden. Angeboten werden Besichtigungen von Biohöfen und Schulen, die über eine ökologisch orientierte Verpflegung verfügen, aber auch gemeinsames Kochen. Während bei Hofbesichtigungen die Grundlagen des ökologischen Landbaus in der Praxis erlebt werden, zeigen die Beispiele an den Schulen und in den Kitas, wie die Umsetzung im Alltag erfolgen kann.
Zufriedenheit äußerten alle Auftragnehmer zu Beginn des Treffens: Nachfrage und Erfolg der Workshops sind von Beginn der Kampagne an ungebrochen. Sensibilität und Interesse für gesundheitliche Aspekte der Mittagsverpflegung sowie der Informationsbedarf über Herkunft und Produktion des Speisenangebots sind bei Eltern und Lehrkräften groß. Entsprechend zuversichtlich ist die Projektgruppe, dass die Workshops auch weiterhin gut besucht sein werden.
Bio kann jeder
Weitere Informationen zur Kampagne "Bio kann jeder", Erfolgsgeschichten von Umsteigerbetrieben sowie Termine für Workshops sind im Internet unter www.biokannjeder.de abrufbar. Hier finden Interessierte nicht nur aktuelle Termine in ihrer Nähe, sondern auch regionale Ansprechpartner.
Die FÖL ist Regionalpartner der Kampagne für Berlin Brandenburg. Die nächsten Workshop-Termine finden Sie bei "Mehr Bio in Kita und Schule".
Die Info-Kampagne "Bio kann jeder" für die Außer-Haus-Verpflegung von Kindern und Jugendlichen ist Teil des Bundesprogramms Ökologischer Landbau, IN FORM-Projekt, offizielle Maßnahme des Nationalen Aktionsplans der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" und wurde initiiert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
Kontakt
Anke Brückmann und Elmar Seck
Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE)
Geschäftsstelle Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL)
Deichmanns Aue 29
53179 Bonn
Tel.: 0228 6845-2927 oder -2926
E-Mail: anke.brueckmann[AT]ble.de oder elmar.seck[AT]ble.de
www.oekolandbau.de


