Die Bio-Molkerei der Hoffnungstaler Anstalten wird am kommenden Mittwoch eröffnet.
Nach der Grundsteinlegung für die Bio-Molkerei vor gut elf Monaten und den ersten Testläufen wird die neue Produktionsstätte am kommenden Mittwoch feierlich eingeweiht. Das neue wirtschaftliche Standbein der Hoffnungstaler Anstalten bietet fünf Facharbeitern und 24 Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz. "Die Bio-Molkerei trägt zum Erhalt von vier regionalen Landwirtschaftsbetrieben der Hoffnungstaler Anstalten in den Landkreisen Barnim, Oder-Spree und Ostprignitz-Ruppin durch eine geschlossene Produktionskette bei. Sie reicht von der Jungviehaufzucht über Futterwirtschaft, Milchviehwirtschaft, Produktveredelung bis zum Fertigprodukt Joghurt oder Käse", erläutert Thomas Keller, Geschäftsführer der Hoffnungstaler Werkstätten gGmbH.
Jedermann kann sich von der von der Qualität der Produkte überzeugen. Die Produkte seien im Bio-Fachhandel gelistet, z. B. "bei Terra Naturkost für die Region Berlin-Brandenburg, Bio Company sowie bei Naturkost Erfurt für Thüringen", so Keller. Weitere Listungen sollen folgen. Auf der Produktpalette stehen die Fruchtjoghurts Mango-Vanille, Erdbeere, schwarze Johannisbeere,
Pfirsich-Maracuja und Vanille. Dazu kommen Joghurt Natur, Ayran, Dickmilch, Schlagsahne und saure Sahne. Für deren Produktion wird pasteurisierte Milch verwendet. Das heißt, sie wurde kurzzeitig auf etwa 75 Grad Celsius erhitzt. Bioprodukte unterliegen strengen Kontrollmaßnahmen und sind, wie Keller auf Nachfrage mitteilte, "selbstverständlich durchgängig gentechnikfrei".
Es geht aber nicht nur um den Verkauf der Bio- Produkte. Man hat sich ein besonders innovatives Vermarktungskonzept überlegt. Die Molkerei verfügt über einen gläsernen Kundenbereich. Sämtliche Produktionsabläufe können beobachtet werden. Auch eine Milchbar fehlt nicht. Das kann unter anderem für Schulklassen aus der Region Berlin-Brandenburg mit einem großen Bildungs- und Erlebniswert angeboten werden. Dabei will man das Anliegen einer nachhaltigen Produktion in Verbindung mit sozialer Verantwortung darstellen.
Die Hoffnungstaler Anstalten
Lobetal betreiben seit mehr als 100 Jahren Landwirtschaft und finanzieren damit die Sozialarbeit. Behinderte Menschen werde in allen Produktionsabläufen der Biesenthaler Bio-Molkerei tätig sein. Das Motto lautet dabei: "Lobetaler Bio - die soziale Milchwirtschaft". "Unser Markenname 'Lobetaler Bio' basiert auf den Wurzeln unserer Herkunft. Die Marke 'Lobetal' ist inzwischen an verschiedenen Orten vertreten", erklärt Keller das Zustandekommen des Namens.


