Nach bisherigem Stand ist davon auszugehen, dass keine Bio-Eier von dem Dioxin-Skandal betroffen sind. Lebensmittelexperten geben Entwarnung: Der Futterlieferant soll keine Bio-Betriebe beliefert haben.
Eier mit Bio-Siegel scheinen nicht mit Dioxin belastet zu sein. Susanne Umbach von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz erklärte im ZDF, dass Bio-Eier unbedenklich sind. Auch Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorsitzender des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft, sagte, dass keine Bio-Eier mit Dioxinversuchtem Futter in Verbindung gekommen sind: "Das hat nichts mit Bio-Betrieben zu tun, weil der Lieferant keine Bio-Betriebe beliefert hat."
Es besteht eine Rest-Gefahr
Generell könne jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in Einzelfällen Dioxin in den Eiern befinde. Schließlich könne es immer noch passieren, dass ein Futterlieferant seinen Abnehmer betrügt und etwas beimischt, was nicht in das Futter gehört. Außerdem bestehe zusätzlich die Gefahr, dass Landwirte ihre Hühner auf Freiland halten, auf denen es noch Alt-Lasten von früheren Müllverbrennungsanlagen gibt, so Löwenstein.
Thomas Dosch, Präsident von Bioland Deutschland, ist der Meinung, dass das System der Zulieferung Risiken mit sich bringt. Dies liege vorwiegend an der Intransparenz der Lieferkette, weil bei jedem Schritt auch ein wenig Verantwortung abgegeben werde.
Zumischung teilweise erlaubt
Die EU-Bio-Verordnung erlaubt eine Zumischung im Futtermittel, wenn nicht alle Zutaten verfügbar sind. Jedoch handelt es sich hierbei um konventionelle, pflanzliche Fette und keineswegs um technische Fette, so Thomas Dosch von Bioland Deutschland. Beigemischt werden beispielsweise Kartoffeleiweiß oder Soja-Schrot. Bis zu fünf Prozent konventionelle Futtermittel sind laut EU-Verordnung erlaubt, weil es zu wenig Bio-Betriebe gibt.


