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21.02.2007 - Wichtige Signale: Brandenburgs Landwirtschaftsminister besuchte BioFach in Nürnberg (FÖL)

BERLIN Rundum zufrieden zeigte sich die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V. (FÖL) anlässlich der Besuchspremiere von Brandenburgs Landwirtschaftsminister Dietmar Woidke auf der weltgrößten Fachmesse der Biobranche, der BioFach in Nürnberg.

Auf Einladung der regionalen Öko-Anbauverbände und der FÖL informierte sich Minister Woidke am Eröffnungstag über die neuesten Entwicklungen auf dem stark wachsenden Biomarkt.

Schwerpunkt der Diskussion mit den regionalen Ausstellern war deren Bedürfnis, aus der Region Berlin-Brandenburg mehr Bio-Rohstoffe für die weitere Verarbeitung bzw. für die Belieferung des Einzelhandels zu erhalten. Um den aktuellen Nachfrageboom nach Bioprodukten für Arbeitsplätze und Wertschöpfung im Ländlichen Raum zu nutzen, kündigte Woidke einen entsprechenden Strategieplan seines Ressorts an.

Er besuchte folgende Aussteller:

  • Terra Naturkost Handel, Naturkostgroßhändler, Berlin
  • Ökofrost GmbH, Berlin, Spezialgroßhändler für Bio-Tiefkühlkost, Hersteller diverser Bio-Frost-Erzeugnisse/ Convinience-Produkte (Marke: Biopolar)
  • Teilnahme an Workshop „Vermarktung regionaler Bioprodukte im SEH“ (selbstständiger Lebensmitteleinzelhandel) in der Region Berlin-Brandenburg, Veranstalter: Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)
  • Verband Naturland
  • Gläserne Meierei / Münchehofe,
  • Verband Biopark
  • Wildfruchtverarbeitung Frank Lienig, Dabendorf
  • Eiscafe Cadillac, Templin
  • Verband Bioland
  • Christine Berger, Sanddorn-Spezialitäten


Des Weiteren interessierte sich Minister Woidke für die aufgeworfenen Probleme der Agro-Gentechnik, welche auf der Eröffnungsveranstaltung leidenschaftlich diskutiert wurden.
Für Michael Wimmer, Geschäftsführer der FÖL, ist die zunehmend kritische Haltung von Minister Woidke von entscheidender Bedeutung, weil Brandenburg mit der Hälfte der bundesdeutschen GVO-Freisetzungsflächen eine Schlüsselrolle in dieser Frage einnimmt: „Angesichts der existentiellen Gefährdung des Jobmotors Biobranche durch die Gentechnik begrüßen wir die Grundhaltung des Ministers, die Gefahr eines erheblichen Imageschadens für die Region und damit verbunden für die Zukunft des ländlichen Raums dem Einzelinteresse weniger Landwirte oder Konzerne gegenüber zu stellen. Eine derart sachliche Abwägung kann unserer Überzeugung nach nur zugunsten des Jobmotors Ökologische Landbau ausfallen“.

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