Eine unscheinbare Tafel weist den Weg von der Linienstraße in Mitte in den Hinterhof, in dem das Mitart-Hotel und -Café seinen Sitz hat. So viel Bescheidenheit müsste nicht sein. Immerhin handelt es sich um Berlins erstes Bio-Hotel.
Noch ist es Inhaberin Christiane Waszkowiak jedoch ganz recht, dass ihr Haus als Gastro-Adresse nicht so bekannt ist. Allzu großen Ansturm könnte die kleine Küche nur schwer verkraften. Wenn Christiane Waszkowiak mit ihrem Koch Peter Somfai die Speisekarte zusammenstellt, müssen die beiden stets überlegen, ob die zehn Hauptgerichte auch parallel zubereitet werden können. "Es könnte ja sein, dass eine große Gruppe zum Essen kommt und jeder etwas anderes von der Karte wählt", sagt Waszkowiak.
Bald muss sie sich diese Gedanken nicht mehr machen. Denn die Mitart-Küche wird vergrößert. Dann wird das Café auch an den Wochenenden und abends geöffnet sein - und offensiver für sich werben. Zurzeit ist die Küche nur Montag bis Freitag zwischen 12 bis 20 Uhr besetzt.
Im Mitart wird ausnahmslos mit Zutaten aus zertifiziertem Bio-Anbau gekocht. "Fertigprodukte gibt es bei uns überhaupt nicht", sagt Peter Somfai. Den Lesern der Berliner Zeitung verrät der ungarische Koch, wie der Klassiker des Hauses zubereitet wird: Süßkartoffel-Omelett mit Zucchini und Feta. Es ist Somfais eigene Kreation. Sie kommt so gut an bei den Gästen, dass sie immer wieder einen Platz auf der ansonsten wöchentlich wechselnden Speisekarte findet.
Somfais Tipp: Das Rezept lässt sich variieren. "Statt mit Zucchini und Feta kann man das Omelett mit Aubergine und Ziegenkäse oder Pilzen und Gorgonzola füllen", sagt Somfai. Dazu passen ein frischer gemischter Salat und Weißbrot. Im Mitart-Café gibt es satt normalem Weißbrot eine weitere Spezialität Somfais: Süßkartoffelbrot.
Mehr über das Bio- Hotel und -Café: www.mitart.de


