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07.09.2011 - Zuwachs im Weinland Brandenburg: Klosterhof Töplitz keltert erstmals Bio-Weine im eigenen Keller (MIL)

Als erster Winzer im Land Brandenburg kann Klaus Wolenski vom Weingut Klosterhof Töplitz ab diesem Jahr seinen Wein im eigenen Keller selbst ausbauen – und das in Bio-Qualität. Am kommenden Freitag (9. September) wird Brandenburgs Agrarminister Jörg Vogelsänger bei der Weinlese dabei sein und das noch junge Weingut kennenlernen.

Der Weinanbau erlebt in den letzten fünf Jahren im Land einen Zuwachs. Es wurden und werden neue Weinberge gepflanzt, zum Beispiel in der Lausitz auf Rekultivierungsflächen in Welzow und Großräschen oder in Werder, wo die Aufrebung des Galgenbergs durch den Weinbauverein geplant ist. Im Rahmen der verfügbaren Pflanzrechte kann der Weinanbau in Brandenburg auf 30 Hektar ausgeweitet werden (zurzeit 22 Hektar).

Das Weinbaugebiet des Landes Brandenburg gliedert sich in einen Teil "Brandenburger Landwein" sowie in ein Teilgebiet des Qualitätsweinbaugebiets "Saale-Unstrut" (Werder) und in ein Teilgebiet des Qualitätsweinbaugebiets "Sachsen" (Schlieben). Das Weingut Klosterhof Töplitz gehört zum Qualitätsweinbaugebiet "Saale-Unstrut". Der Betrieb kultiviert Wein auf 2,6 Hektar Rebfläche. Hier werden Weißweine (Bacchus, Riesling, Weißburgunder, Grauburgunder) und Rotweine (Regent, Saint Laurent) gezogen. Im Versuchsanbau ist derzeit ein Cabernet Blanc.

Das Weingut betreibt einen Ausschank (Besenwirtschaft), hat eine Direktvermarktung und gibt seinen Gästen die Möglichkeit, im Weinberg zu picknicken. Da das Weingut nun seinen Wein selbst ausbaut, ist eine Verwaltungsvereinbarung mit dem Land Sachsen-Anhalt erforderlich, damit seine Weine weiterhin an der Qualitätsweinprüfung im Anbaugebiet Saale-Unstrut in Weißenfels teilnehmen können. Diese Vereinbarung ist in Arbeit.

Geplant ist auch, durch die Änderung der Weinrechtsdurchführungsverordnung des Landes Brandenburg zusätzlich die Möglichkeit zu gestatten, Brandenburger Landwein in Töplitz herzustellen. Dadurch erhält das Weingut die Möglichkeit, einfachere Weine ohne die aufwendige Qualitätsweinprüfung in Verkehr bringen zu können.

Nach der Besichtigung des Weinkellers und der Besenwirtschaft ist – sofern das Wetter dies erlaubt – ein 400 langer Meter Fußweg auf den Weinberg geplant mit Erläuterungen zum historischen und aktuellen Weinbau in Brandenburg.

Kontakt
Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft Brandenburg
Dr. Jens-Uwe Schade - Pressesprecher
Henning-von-Tresckow-Straße  2 - 8
14467 Potsdam
Tel.: 0331 - 866 80 06
Mobil: 0172 - 392 7 202
Fax: 0331 - 866 83 58
E-Mail: Jens-Uwe.Schade@mil.brandenburg.de
www.mil.brandenburg.de