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08.03.2017 - Biomanufaktur Havelland auf Erfolgskurs mit regionalem Fleisch (Biomanufaktur Havelland)

Bei der Biomanufaktur Havelland in Velten stehen die Zeichen weiter auf Erfolg: 8,7 Millionen Jahresumsatz erzielte der Biofleisch- und Wurstverarbeitungsbetrieb in 2016. Damit konnte er sich gegenüber 2015 mit 7,5 Millionen Euro um 16 Prozent steigern.

"Auch für die Zukunft setzen wir auf eine positive Entwicklung", so Geschäftsführer Thomas Schubert. "Dafür werden 2 Millionen Euro in den nächsten anderthalb Jahren am Standort in den Umbau investiert". Nach Auszug der letzten Mieter auf einer Teilfläche von 300 m2 steht dem Unternehmen nun die gesamte Fläche von 2.000 m2 zur Verfügung. Bei laufendem Betrieb soll nun der Innenausbau komplett umgestellt und optimiert werden. "Damit können wir bei gleichbleibendem Wachstum in den nächsten zehn Jahren bestehen, ohne den Bau noch mal neu angehen zu müssen", so Schubert. Bereits im Mai startet der Umbau, Ende 2018 soll alles fertig gestellt sein. 

So werden die Kühlräume erweitert, die Pökelei umgesetzt, auch wird es vier Reiferäume statt derzeit einem geben. Insgesamt werden alle Produktionsabläufe und Chargiersysteme logistisch optimiert. "Dafür muss der Betrieb einmal komplett neu gedacht und strukturiert werden", so Schubert. "Das bedeutet Wände zu versetzen, Rohre neu zu verlegen, Fußböden neu einzuziehen und alles auf einen technischen Höchststand zu bringen – und dies alles bei laufendem Betrieb". Doch Schubert ist angesichts der Herausforderung zuversichtlich. Die energetische Sanierung hatte die Biomanufaktur Havelland bereits Ende 2015 erfolgreich abgeschlossen. Durch Kraftwärmekoppelung und eine Photovoltaikanlage arbeitet der Betrieb CO2 neutral und produziert seine Energie selbst. 

Mitarbeiterzahl verdoppelt – Fleischer werden gesucht
Auch für die Mitarbeiter entwickelt sich das Wachstum positiv. Als die Biomanufaktur 2013 aus Insolvenz vollständig durch die Berliner Bio Company übernommen wurde, startete man mit 15 Mitarbeitern. Heute sind es 32 Beschäftigte, damit hat sich die Belegschaft in vier Jahren gut verdoppelt. Als Ausbildungsbetrieb beschäftigt man auch einen Auszubildenden, gerne würde der Betrieb auch mehr einstellen. Denn die Biomanufaktur Havelland ist ein handwerklicher Betrieb, Nachwuchs und Fachkräfte werden daher weiterhin gesucht.

Schubert bedauert, dass Metzger und Fleischfachkräfte als Ausbildungsberufe nicht mehr so sehr im Fokus junger Leute stehen und möchte den Nachwuchs ermutigen. "Fleischfachverarbeiter ist ein sehr interessanter und auch vielseitiger Beruf", erläutert Thomas Schubert. "Nicht nur warenkundlich birgt es eine große Vielfalt, auch die Entwicklung von Rezepturen und geschmacklichen Varianten spielen eine große Rolle. Ebenso kommen kaufmännische Fähigkeiten zum Tragen, weil man mit unterschied­lichsten Mengen kalkulieren muss", so Schubert, der selbst Metzgermeister ist. 

Die Biomanufaktur Havelland ist der größte Biofleisch- und Wurstwarenverarbeiter der Region. Startete man in 2013 mit noch 300 Kilo Wurstproduktion täglich, so sind es heute 1,3 Tonnen. 30 Schweine wurden zu Beginn verarbeitet, in diesem Jahr sind es bereits 60 bis 100 Tiere die Woche. Dazu kommen 20 Rinder gegenüber 8 in 2013, daneben werden auch 30 Lämmer wöchentlich verarbeitet. Zu Beginn waren