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31.07.2017 - Hilfeaufruf nach großem Unwetter (BioKräuterei Oberhavel)

Wir, die Biokräuterei Oberhavel, sind ein kleiner Gemüseanbaubetrieb (7 ha) im Norden von Berlin. Den Betrieb gibt es seit 11 Jahren, und seit drei Jahren haben wir eine solidarische Landwirtschaft mit mittlerweile 142 Ernteanteilen und 3 Ständen auf Wochenmärkten in Berlin. Zurzeit sind 5 Gärtner, eine Auszubildende, 2 Aushilfskräfte, 1 Fahrer und ein FÖJler bei uns beschäftigt. Am 29.06.2017 wurde Oberhavel (Oranienburg) von einem großen Jahrhundertunwetter erfasst, es hat in kürzester Zeit so viel geregnet, wie sonst in einem halbem Jahr (300 mm). Da bei uns der Grundwasserspiegel sowieso ziemlich hoch ist, stand trotz des Einsatzes von mehreren Pumpen das Wasser mehr als zwei Wochen auf großen Teilen des Ackers.

Die Kohlpflanzen sind erschlafft bzw. sterben ab, weil die Wurzeln unter Wasser keine Luft bekommen. Viele Kräuter und Salate beginnen zu faulen oder haben akute Staunässeschäden, d.h. sind nicht mehr zu ernten. Regenwürmer schwimmen leblos an der Wasseroberfläche.

Wir können die Schäden - vor allem die langfristen - bisher noch nicht wirklich abschätzen. Aber es sieht so aus, dass unsere gesamte Kartoffel-, Kohl- und Möhrenernte ausfallen wird und unsere Lager diesen Winter ziemlich leer bleiben werden. Der geschätzte Ernteausfall beträgt ca. 95.000 €, die Sanierungsmaßnahmen schätzen wir auf ca. 20.000 €.

Das Ausmaß des Ernteausfalls bzw. der zur Rekultivierung und Sanierung benötigte Aufwand scheint unsere Kapazitäten zu übersteigen und gefährdet die Existenz unseres Betriebs. Wir wollen aber nicht aufgeben, möchten unser Bodenleben retten sowie die jetzt noch lebenden Pflanzen und Kulturen. Außerdem wollen wir unser Gärtner-Team zusammenhalten und mindestens die Grundversorgung von den 140 Haushalten sichern, die zu unserer SoLaWi gehören.

Daher brauchen wir nicht nur die solidarische Unterstützung von unseren Mitgliedern, sondern auch Hilfe von andere Höfen bzw. Unterstützern/Förderern des regionalen Anbaus und der Solidarischen Landwirtschaft.

Anfragen und Bitten:

Seid ihr ein Gemüsebaubetrieb im Raum Brandenburg/Nachbarländern mit Aussicht auf eine reiche Ernte von Lagergemüse? Ist es euch möglich, uns einen Teil davon zu verkaufen oder gar zu spenden? Könnt ihr unseren Spendenaufruf in euren Netzwerken weiterleiten?

Habt ihr schon ähnliche Erfahrungen machen müssen? Könnt ihr uns fachlich beraten? Was macht man mit einem Boden, der lange unter Wasser stand? Was hat das für längerfristige Folgen? Seit dem Unwetter standen viele Kulturen mehrere Tage unter Wasser, bzw. in einem sehr feuchten Boden. Unser Wurzelgemüse (vor allem die Möhren) und die Kartoffeln sind im Boden vergammelt bzw. lösen sich auf.

Wir haben eine Versicherung gegen Hagel- und Sturmschäden, nicht aber gegen "Elementarschäden", unsere Versicherung bietet so etwas für landwirtschaftliche Betriebe nicht an. Beim Kreis Oberhavel und dem Land Brandenburg haben wir bereits Hilfe beantragt, aber auch wenn wir Hilfsgelder bekommen, wird das wahrscheinlich nur einen Bruchteil unseres Schadens decken können.

Spenden sammeln wir auf unserer Webseite www.biokraeuterei.de und über diesen Weg (als Betrieb sind wir steuerlich gesehen nicht gemeinnützig, daher können wir auch keine Spendenbescheinigung ausstellen):

Kontoinhaber: Matthias Anders
IBAN: DE 511 605 000037 400 32 129
BIC WELA DE D1 PMB
Betreff: Spenden-Unwetter

Zu den Bildern vom Acker: http://biokraeuterei.de/wp-content/uploads/2016/09/BioKr%C3%A4uterei-Unwetter-Hilfe1.pdf

Kontakt
BioKräuterei Oberhavel
Hans-Loch-Straße 14
16515 Oranienburg OT Lehnitz
Tel.: 03301 575505
Fax: 03301 5732479
E-Mail: biokraeuterei[AT]posteo.de
www.biokraeuterei.de