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20.09.2017 - Neue Gentechnik-Verfahren als Gentechnik regulieren! (Bioland)

Aus aktuellem Anlass fordern die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), die Bioverbände Bioland und Demeter, der BUND, das Gen-ethische Netzwerk und die IG-Saatgut von der Bundesregierung, sich für eine strikte Regulierung neuer Gentechnik-Verfahren nach Gentechnikrecht einzusetzen.

Erst in der ver­gan­genen Woche war ein Vorschlag der niederländischen Regierung bekannt geworden, der die aktuelle Diskussion um die neuen Gentechnik-Verfahren in der EU erneut anheizt. Das Bundes­landwirtschafts­ministerium bietet unterdessen einen "Dialog"-Prozess an – ihrem Anspruch, offen und transparent zu sein, sind die Veranstalter jedoch in keiner Weise gerecht geworden.

"Die niederländische Regierung will, dass Pflanzen, die mit den neuen Gentechnik-Verfahren hergestellt wurden, am Ende aber keine "Fremd"-DNA mehr enthalten, als genauso sicher eingestuft werden, wie konventionelle Züchtungen. Deshalb sollen sie von der EU-Gentechnik-Regulierung ausgenommen werden. Diesen Versuch jetzt schnell Pflöcke einzuschlagen und den neuen Gentechnik-Verfahren die Tore zu öffnen, weisen wir aus wissenschaftlichen, juristischen und politischen Gründen entschieden zurück. Das Vorsorgeprinzip ist zu stärken und die neuen Gentechnik-Verfahren gehören auf den Prüfstand", so Annemarie Volling von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) e.V.

In Deutschland versucht das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) die Zivilgesellschaft mit einem Dialogprozess zu beruhigen. Im Rahmen dieses Prozesses sollen auch Kriterien entwickelt werden, die als Grundlage zur Positionierung des BMEL gegenüber der EU-Kommission dienen sollen. „Eine zukunftsfähige und für die Gesellschaft akzeptable Landwirtschaft braucht keine neuen Gentechnik-Experimente, sondern nachhaltige Konzepte wie z. B. die ökologische Züchtung. Die Bundesregierung muss Wachstumsmärkte wie Bio oder konventionell gentechnikfrei durch eine konsequente Regulierung vor Kontaminationen schützen und darf auch im Forschungsbereich nicht einseitig auf eine umstrittene Risikotechnologie setzen“, unterstreicht Peter Röhrig vom BÖLW.

Eva Gelinsky von der Interessengem