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06.03.2017 - Über 130 EU-Organisationen fordern radikale Umgestaltung der Gemeinsamen EU-Agrarpolitik (Slow Food)

Anknüpfend an die von der EU Kommission kürzlich gestartete öffentliche Umfrage zur "Modernisierung und Vereinfachung der Gemeinsamen Agrarpolitik" (GAP) fordert ein Bündnis aus über 130 europäischen Zivilgesellschaftsorganisationen aus den Bereichen Landwirtschaft, Umwelt, Entwicklung, Klima, artgerechte Tierhaltung und Lebensmittelsystem einen radikalen Kurswechsel hin zu einem ökologisch nachhaltigen Ernährungssystem.

Zivilgesellschaftsorganisationen aus 25 EU-Ländern, darunter Slow Food, haben die EU-Entscheidungsträger heute in einem Positionspapier dazu aufgefordert, die Gemeinsame Agrarpolitik mit der Reform 2020 radikal umzugestalten und sich mit der EU-Agrarpolitik gutem Essen und zukunftsfähigen landwirtschaftlichen Praktiken in Europa zuzuwenden. Der Aufruf richtet sich vor allem an die EU-Landwirtschaftsminister, die sich heute bei einem Treffen in Brüssel zur GAP-Reform beraten.

"Slow Food und viele weitere Organisationen aus dem Bereich Landwirtschaft, Umwelt, Entwicklung, Klima, artgerechte Tierhaltung und Ernährungssystem sind der Meinung, dass die Gemeinsame Agrarpolitik mit der Reform 2020 dringend neu ausgerichtet werden muss, denn weder die aktuelle noch die GAP der Vergangenheit sind die Herausforderungen im Bereich Landwirtschaft und Umwelt ganzheitlich und mit Blick auf Zukunftsfähigkeit angegangen und haben auch die dadurch vielfältig entstandenen systemimmanenten Probleme nicht beheben können," so die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Ursula Hudson.

"Wenn wir in Europa wirklich auf ein ökologisch nachhaltiges Ernährungssystem hinarbeiten wollen - und wir müssen -, dann müssen wir die Probleme an der Wurzel und entlang der ganzen Wertschöpfungskette bekämpfen. Fest steht: Wir brauchen ein Ernährungssystem, das Lebensmittel im kulturellen, gesellschaftlichen und ökologischen Kontext sieht, ebenso wie im sozialen und im wirt