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Gemeinschaftshöfe (CSA)

Mitmachen, das sich für alle lohnt

Community Supported Agriculture (CSA), Gemeinschaftshöfe, Versorgergemeinschaften, Solidarische oder Soziale Landwirtschaft - das landwirtschaftliche Modell hat mehrere Namen und ein Konzept.

Sich die Ernte teilen - so umschreibt die Arbeitsgruppe Solidarische Landwirtschaft die Idee, dass eine Gruppe von Verbrauchern für ein Wirtschaftsjahr mit einem festen monatlichen Beitrag die Betriebskosten des Partnerhofes deckt. Im Gegenzug erhalten die Unterstützer die Lebensmittel des Hofes, z.T. direkt in die Stadt zu einer zentralen Abholstelle.

Mit der regelmäßigen Mithilfe auf dem Hof bzw. aktiven Teilnahme am Landleben unterscheidet sich die solidarische Landwirtschaft vom bloßen Lieferdienst der Abokisten-Anbieter. Gerade Städter, kleine wie große, finden durch das Mitmachen einen Bezug zu ihren Lebensmitteln und der Arbeit, die dahintersteckt. Für den Landwirt wiederum bedeutet die unterstützende Gemeinschaft Planungssicherheit und Unabhängigkeit vom Markt. Denn die Produkte gelangen ja ohne Zwischenhändler vom Hof zum Verbraucher.

Das Konzept ist gar nicht neu: Schon in den 60er-Jahren entstand es in Japan. In den 80er-Jahren kamen dann die US-Amerikaner auf den Geschmack, sie nannten das landwirtschaftliche Alternativmodell "Community Supported Agriculture" - kurz CSA, also gemeinschaftsunterstützte Landwirtschaft. In der Metropolregion Berlin-Brandenburg haben nun ebenfalls mehrere landwirtschaftliche Bio-Höfe und städtische Versorgergruppen zueinander gefunden. Zurzeit sind diese Betriebe aktiv:

Bauernhof Weggun, Biohof Basta, BioKräuterei Oberhavel, Florahof, Gärtnerhof Staudenmüller, Hof Apfeltraum, Hof Schwalbennest, Kleiner Hof im Spreewald, LandGut Lübnitz, Luch-Gärtnerei, SpeiseGut und Ökohof Waldgarten.

Landwirt Christian Heymann startete mit SpeiseGut im Frühling 2013 mit solidarischer Landwirtschaft. Hier ein paar Impressionen seiner Arbeit. © Regionfilm