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Regionale Marktdaten

Regionale Marktdaten vom ökologischen Landbau

Brandenburg hat mit 10,6 % den bundesweit höchsten Anteil ökologisch bewirtschafteter Fläche. Bedeutender Abnehmer von Brandenburger Bio ist Berlin, aufgrund der einzigartigen Dichte mit dem Beinamen "Hauptstadt der Bio-Supermärkte" bedacht.

145.000 Hektar werden nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bearbeitet, insgesamt wirtschaften 1.043 Bio-Unternehmen (Quelle: Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Brandenburg, Stand: 2013). In den einzelnen Landkreisen sind die Flächenanteile in Dahme-Spreewald, Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und in Cottbus am höchsten.


Entwicklung der ökologisch bewirtschafteten Flächen und aller Bio-Unternehmen in Brandenburg (Vergrößern des Diagramms durch Anklicken)

Die starke Nachfrage aus Berlin - der Anteil regionaler Ware liegt im Fachhandel (inkl. Handwerksbetriebe und Direktvermarktung) bei ca. 15 % und ist damit doppelt so hoch wie im konventionellen Bereich (ca. 7-8 %) - führte in den vergangenen Jahren zu größeren Investitionen in Produktion und Verarbeitung. Vor allem im Bereich der Milchverarbeitung gibt es gleich drei Beispiele: den Neubau der Gläsernen Molkerei in Münchehofe (Eröffnung 01/2010), den Neubau der Bio-Molkerei Lobetal in Biesenthal (Eröffnung 02/2010) und den Neubau der gläsernen Hofmolkerei des Ökodorfs Brodowin (Eröffnung 03/2011). Auch das Landgut Pretschen im Spreewald reagierte auf den Bedarf und baute Brandenburgs größtes Bio-Gewächshaus (Eröffnung 05/2012).

Nichtsdestotrotz sind die Potenziale regionaler Versorgung und Verarbeitung bei Weitem nicht ausgenutzt. Bereits seit Jahren steigt die Nachfrage und muss mit Importen befriedigt werden - ein Verschenken von Wertschöpfung und Arbeitsplätzen im ländlichen Raum, was sich das strukturschwache Brandenburg eigentlich nicht leisten kann. Und der Umsatz im regionalen Naturkosteinzelhandel erhöht sich kontinuierlich, zuletzt erneut um ca. 8 %.

Vor allem die Bio-Supermärkte sind wahre Wachstumsmotoren. Daneben behaupten sich die kleineren, inhabergeführten Naturkostläden stabil auf hohem Niveau. Durch eine Spezialisierung und Erweiterung des Angebotsspektrums sowie der persönlichen Bindung zwischen Ladner und Kunde entsprechen die Läden dem Trend zu einem direkten, in einem sozialen Kiez eingebundenem Leben. Der Gesamtumsatz des regionalen Fachhandels lag 2012 nach Schätzungen der FÖL bei insgesamt mehr als 290 Millionen Euro.

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