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Entwicklung

Die Geschichte des ökologischen Landbaus




Entwicklung des Ökolandbaus

Der ökologische Landbau wie wir ihn heute kennen, geht auf das Jahr 1924 zurück. Nach der Vortragsreihe "Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft" des Österreichers und Begründers der Anthroposophie Rudolf Steiner auf dem Gut Koberwitz im damaligen Niederschlesien entwickelten die Kurs-Teilnehmer die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise. Dieser lag die Idee des landwirtschaftlichen Betriebs als Individium zugrunde.  

Weitere Kennzeichen sind die obligatorische Haltung von Wiederkäuern, der Einsatz biologisch-dynamischer Präparate und die Beachtung kosmischer Rhythmen. Seit den 30-er Jahren werden die Produkte über das Markenzeichen "Demeter" vermarktet. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand in der Schweiz der organisch-biologische Anbau. Die Bewahrung und Förderung der Bodenfruchtbarkeit stand hier im Mittelpunkt. Aus dieser Bewegung wurde 1971 der Bioland-Anbauverband gegründet, weitere Verbandsgründungen folgten.

Die Richtlinien der verschiedenen Verbände gingen 1990 in ein EU-weites Regel- und Kontrollwerk ein, welches heute die Basis des Bio-Siegels bildet, das Renate Künast initiert hatte.

Flächen- und Umsatzentwicklung

Seit den 1990-er Jahren ist das Wachstum in der Bio-Branche ausgesprochen dynamisch. So beträgt der Anteil an ökologisch bewirtschafteter Fläche mittlerweile bundesweit 5,8%, das Land Brandenburg ist mit 9,7% deutschlandweiter Spitzenreiter. Insgesamt werden 873.010 Hektar nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet.

Auch die Umsatzanteile der Bio-Produkte steigen an, so liegt der Marktanteil bei durchschnittlich 7%. Politisch wurde diese Entwicklung mit der Verabschiedung der EG-Öko-Verordnung 1991 durch die Europäische Gemeinschaft flankiert .