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Verarbeitung

Handwerkliches Können und hohe Standards

Verarbeiter von ökologischen Produkten erfüllen hohe Qualitätsanforderungen, die durch die EG-Öko-Verordnung genau geregelt sind. Die Richtlinien der Öko-Anbauverbände übertreffen in vielen Bereichen die gesetzlichen Kriterien.

Für Bio-Lebensmittel werden ausschließlich ökologisch erzeugte Zutaten verwendet, die bis zum ursprünglichen Ausgangsprodukt rückverfolgbar sein müssen. Mindestens 95 % der Zutaten müssen zertifiziert sein, nur, wenn Zutaten nicht in ökologischer Qualität verfügbart sind, dürfen maximal 5 % konventionell sein - und ausschließlich dann, wenn sie im Anhang der EG-Öko-Verordnung aufgelistet sind.

In der Weiterverarbeitung von Bio-Produkten gilt:

  • kein gentechnisch veränderten Zutaten
  • keine Konservierungsstoffe
  • keine Geschmacksverstärker
  • keine künstlichen Farbstoffe
  • keine naturidentischen und künstlichen Aromen
  • keine Bestrahlung zur Haltbarmachung
  • nur unvermeidbare Hilfs- und Zusatzstoffe

Da Bio-Produkte so naturbelassen wie möglich sein sollen, sind im Bio-Bereich die Zusatzstoffe streng limitiert. Während in der konventionellen Lebensmittelverarbeitung ca. 400 Zusatzstoffe erlaubt sind, dürfen nach der EG-Öko-Verordnung nur rund 50 Zusatzstoffe verwendet werden, nach den Richtlinien der Öko-Anbauverbände lediglich 22.

Zusatzstoffe kommen in der Lebensmittelverarbeitung zum Einsatz, um eine bestimmte Beschaffenheit von Lebensmitteln zu erreichen, bestimmte Mängel auszugleichen oder bestimmte Eigenschaften wie  Haltbarkeit, Stabilität oder Farbe zu erzielen. Sie wurden erst im Zuge der industriellen Lebensmittelverarbeitung im großen Stil verwendet.

Die gesundheitlichen Risiken, die mit den Unmengen an täglich verzehrten Hilfsstoffen einhergehen, sind schwer abzuschätzen. Einige Zusatzstoffe stehen unter dem Verdacht, Allergien auszulösen. Unklarheit besteht auch über die Wechselwirkungen der Zusatzstoffe untereinander, da immer nur die Wirkung einzelner Stoffe getestet und freigegeben wird.