Berlin isst anders – total lokal?

Berlin isst anders – total lokal?

Think global, eat local: Der Name ist Programm im ”Wo kommt Dein Essen her”-Projekt. Ab dem 23. Januar 2020 können interessierte Berliner Schüler auf der interaktiven Regiokarte den Weg ihrer regionalen Bio-Produkte vom Bauernhof bis zum Teller zurückverfolgen.

Gleichzeitig thematisiert das Projekt die ökologische und soziale Nachhaltigkeit regionaler Bio-Produkte an Schulen und leistet so einen wichtigen Beitrag, um die Wertschätzung für Lebensmittel zu steigern.

Seit August 2019 ist das Mittagessen für Berliner Grundschüler kostenfrei. In diesem Jahr steigt der Bio-Anteil im Schulessen von 15 auf 30 % und nächstes Jahr weiter auf 50 %. Dies birgt eine große Chance, Wertschöpfungsketten nach Berlin-Brandenburg zu holen. Aber kann Brandenburg Berlin bioregional versorgen? Der Stadtplaner und Agrarwissenschaftler Ingo Zasada vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) hat untersucht, ob die Metropolregionen Europas ihre Einwohner stärker regional ernähren könnten.

Die Studie zeigt, dass Berlin das Potential hat, nahezu vollständig aus dem nahen Umland versorgt zu werden. Michael Wimmer, Geschäftsführer der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg (FÖL) warnt dagegen, dass die Brandenburger Ökobauern und Lebensmittelproduzenten noch weit davon entfernt sind, Berlin regional ernähren, zumindest wenn man mehr essen möchte als Brot, Joghurt und Rindersteaks.

Das Projekt “Wo kommt Dein Essen her” findet seit August 2019 heraus, wie lokal die Gemeinschaftsverpflegung eigentlich sein kann. Aktuell bringen neun Cateringunternehmen schon jetzt freiwillig fast jeden Tag regionale Bio-Produkte in rund 200 Berliner Schulkantinen. Vor allem Milchprodukte und Brot werden aus der Region bezogen.

Um auch mehr regionales Obst- und Gemüse aus biologischem Anbau in die Speisepläne zu bringen, sind Speiseplaner und Erzeuger in einem engen Dialog. Mit Hilfe dieser Daten erstellt das Projekt eine Transparenzdatenbank, die in Form der interaktiven Regiokarte am 23. Januar online geht. Auf der Karte können die Schulen eine personalisierte Produktkarte abrufen und die Lieferkette der regionalen Bio-Produkte bis zu ihrer Mensa zurückverfolgen.

Das Projekt erzählt die Geschichten der Menschen hinter den Produkten und macht mit Ausflügen und Aktionen Bioregionalität erlebbar. Damit zeigt das Projekt bio-regional ist möglich und ein großer Schritt in Richtung total lokal.

Kontakt
Wo kommt Dein Essen her
c/o greens unlimited
Elgin Hertel – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Boppstr. 7
10967 Berlin
Mobil: 0170 4478664
E-Mail: hertel@wo-kommt-dein-essen-her.de
www.wo-kommt-dein-essen-her.de