OhneGentechnik-Siegel: Klöckner muss sich ein Beispiel an Aigner nehmen statt Lobby-Interessen durchzudrücken

OhneGentechnik-Siegel: Klöckner muss sich ein Beispiel an Aigner nehmen statt Lobby-Interessen durchzudrücken

Anlässlich der heutigen Pressekonferenz zu 10 Jahren OhneGentechnik-Siegel u.a. mit Ex-Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und den dort vorgestellten neuen Umfrageergebnissen erklärt Harald Ebner, Sprecher für Gentechnik- und Bioökonomiepolitik:

Julia Klöckner sollte sich bei diesem Thema ein Beispiel an ihrer Amtsvorgängerin Ilse Aigner nehmen, die 2009 mit Einführung des „OhneGentechnik”-Siegels einen wichtigen Schritt zu Transparenz und Verbraucheraufklärung getan hat. Aigner steht auch heute noch dazu und fordert richtigerweise, dass selbstverständlich auch Produkte mit neuer Gentechnik gekennzeichnet werden müssen.

Denn auch neue Gentechnik ist Gentechnik. Klöckner dagegen setzt gerade alles daran, die EU-Gesetze zu ändern, um es den Konzernen zu ermöglichen, Verbraucherinnen und Verbrauchern neue Gentechnik unerkannt unterzujubeln. Das wäre grobe Irreführung und Verbrauchertäuschung. Damit tut sie weder sich noch der Lebensmittelwirtschaft einen Gefallen, denn es würde massiven Vertrauensverlust in diesem sensiblen Bereich bedeuten.

Die neuen Umfrageergebnisse und der überwältigende Erfolg des OhneGentechnik-Siegels zeigen deutlich: die Mehrheit der Menschen will nach wie vor keine Gentechnik im Essen – egal ob alt oder neu. Und vor allem wollen sie wissen, was drin ist in ihrem Essen. Julia Klöckner muss dafür sorgen, dass Risikoprüfung, Kontrolle und Kennzeichnung auch bei neuer Gentechnik umgesetzt werden, statt sich vor den Karren der Gentechnik-Lobby spannen zu lassen und Deregulierung und Verbrauchertäuschung voranzutreiben.

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