Historie und Handwerk

Von einem ehemaligen Druckereihaus im historischen Stadtkern Neuruppins lotst uns die Tour ins grüne Ruppiner Land. Unterwegs verweilen wir an lauschigen Plätzen und treffen Menschen, die mit Liebe zum Handwerk Genuss schaffen.

Bei unserer Anreise nach Neuruppin ahnen wir, dass der Ruppiner See der längste See Brandenburgs ist. Als der Zug über den Seedamm fährt, erstreckt sich das Gewässer kilometerlang in beide Richtungen. Vom Bahnhof Neuruppin Rheinsberger Tor aus radeln wir durchs Zentrum zu der Bilderbogenpassage. Ein lokaler Buchdrucker etablierte hier einst die Kunst der Bilderbogen – einseitige Blätter mit bunten Abbildungen. Im früheren Druckereihaus liegt Grünkern Neuruppin. Wir trinken eine Kleinigkeit im begrünten Innenhof und kaufen dann im Geschäft Verpflegung ein. Über den Marktplatz fahren wir aus der Stadt hinaus in Richtung Kränzlin. Möglich ist ein kleiner Schlenker zum Denkmal von Theodor Fontane, wegen des in Neuruppin geborenen Schriftstellers trägt die Stadt schließlich den Beinamen „Fontanestadt“. Über eine ruhige Landstraße fahren wir über Werder nach Gottberg, wo wir Kälber und den Milchautomaten des Bio-Heumilchhofs Pöhl entdecken. Rund um die Uhr kann Heumilch gezapft werden, mit der die Familie Pöhl auch die Lobetaler Bio-Molkerei beliefert. Unser nächstes Etappenziel ist der Temnitzhof in Walsleben.
Am Selbstbedienungsstand liegt frisches und saisonales Bio-Gemüse von den eigenen Feldern aus. Wir folgen der Bahntrasse bis zum Luisenhof Katerbow. Wer ein E-Bike fährt, freut sich über die hiesige Ladestation. Im Vierseitenhof erwarten uns hausgemachter Kuchen im Café und eine Verkostung der Öle aus der eigenen Ölmühle im Hofladen. Lein, Senf oder Schwarzkümmel – sie schmecken alle! Zurück geht es durchs Offenland, ein Stück Wald und in die andere Richtung auf dem Radweg neben der Bahntrasse zurück nach Kränzlin. In Neuruppin treten wir den Heimweg zum Bahnhof an.

In den Sommermonaten ist in Neuruppin das Abkühlen an mehreren öffentlichen Badestellen möglich. Besonders beliebt: die Seebadeanstalt „Jahnbad“