Stadt, Land, Fluss

Immer an der Havel entlang, die sich mal auffächert, mal durch Seen verläuft, verbindet die Tour Brandenburg an der Havel mit Werder (Havel). Jenseits der Städte erwarten uns schöne Landschaften und sangesfreudige Solisten.

Nicht nur auf dem Wasser ist die Windrichtung entscheidend, sondern auch auf dem Rad. Daher prüfen wir, wo Rückenwind zu erwarten ist, und starten in Brandenburg an der Havel. Wir lassen den Bahnhof hinter uns und fahren zur Bohnarchie – Rösterei und Café. Bio ist hier selbstverständlich, auch wenn es nicht groß draufsteht. Zu unseren Kaffees nehmen wir die Atmosphäre der Altstadt auf und sehen uns anschließend an der
benachbarten Kirche St. Johannis einen der Waldmöpse an, die hier in Loriots Geburtsstadt ihm zu Ehren aufgestellt wurden. Gleich um die Ecke ist der Bioladen Kamilla & Martha, der ebenfalls Kaffee und Kuchen sowie belegte Brötchen, Eis von Rosa Canina, eine kleine Sitzecke und ein Naturkostsortiment anbietet. Wir fahren aus der Stadt heraus, an einer Seite des Radwegs verläuft eine Straße, auf der anderen Seite liegen Naturschutzwiesen. Ab Gollwitz radeln wir auf dem Haveldeich durch Moor- und Auenlandschaften neben der sich immer wieder zu Seen ausweitenden Havel. Nachtigallen, Frösche und Rohrdommeln geben ein wahres Klangkonzert, begleitet von Fischreihern und Rotmilanen. Kurz vor Deetz öffnet sich eine zerklüftete Wasserlandschaft: die Deetzer Erdelöcher. Aus diesen ehemaligen Tongruben wurde Baumaterial für Mietskasernen gewonnen. Bei Schmergow gelangen wir an eine schöne Badestelle des Trebelsees. In Phöben, einem Ortsteil von Werder, erreichen wir den Bio-Laden Guter Konsum. Der gehört dem Biohof Phöben, der u. a. frische Backwaren, regionalen Wein, Obst und Eis verkauft. Uns interessieren vor allem die hofeigenen
Produkte: Wurst und Wolle vom Rauhwolligen Pommerschen Landschaf. Die Tiere grasen ganzjährig auf den weiten Weiden der Umgebung und pflegen die Landschaft. Ebenfalls in Phöben betreibt das Bio Hofgut Kleimeier einen Hofverkauf mit Obst und Gemüse aus eigenem Anbau. Nach dem letzten Abschnitt kommen wir am Bahnhof in Werder (Havel) an.

Tipp → Mit Zeit, Ausdauer und Schwindelfreiheit ist der Aussichtsturm des Götzer Bergs einen Umweg in den Wald wert.