


Daraus folgt: Wer Kinder ernährt, trägt eine Verantwortung für deren zukünftige Gesundheit. Und wer viele Kinder ernährt, der übernimmt eine gesellschaftliche Aufgabe.
Eine gute Grundschulverpflegung ist der stärkste Hebel, mit dem der Staat Einfluss auf eine gesunde Ernährung von Kindern nehmen kann. Berlin hat das erkannt und sich zu einem Vorreiter entwickelt. Bereits 2019 führten sie ein beitragsfreies warmes Mittagessen ein. Mittlerweile übernimmt die Hauptstadt für alle Grundschulen die Kosten von 5,16 Euro je Schulessen. Das ist in Deutschland einmalig.
Die Cateringunternehmen müssen sich auf Ausschreibungen mit strengen Qualitätsstandards bewerben: Dort ist ein Festpreis pro Essen vorgegeben, es gibt also keinen Preiswettbewerb, sondern einen Qualitätswettbewerb. Auch der festgelegte Mindest-Bio-Anteil stieg in den vergangenen Jahren. Bietet ein Caterer einen noch höheren Bio-Anteil, erhöht er seine Zuschlagschancen.
Ein guter Bio-Anteil ist nachhaltig, weil bei der Erzeugung, dem Transport und der Zubereitung ressourcenschonend gearbeitet wird. Zudem ist nur eine geringe Anzahl unverzichtbarer Zusatz- und Konservierungsstoffe erlaubt. Und die Verwendung genetisch veränderter Organismen sowie die Strahlenbehandlung von Lebensmitteln sind verboten.
Die FÖL engagiert sich zusammen mit verschiedenen Partnern wie der Vernetzungsstelle Schulverpflegung in der Ernährungsbildung, aktuell zum Beispiel bei „Wissen was schmeckt!“.
Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Berlin e. V. wurde 2006 als gemeinnütziger Verein gegründet. Sie macht sich stark für eine qualitativ hochwertige und gesundheitsförderliche Gemeinschaftsverpflegung von Kindern und Jugendlichen. https://www.vernetzungsstelle-berlin.de/